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Bundesregierung besorgt über Todesurteile in Ägypten

Archivmeldung vom 03.02.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.02.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Auswärtiges Amt
Auswärtiges Amt

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Bundesregierung hat sich besorgt über die in einem Sammelverfahren verhängten Todesurteile gegen 183 mutmaßliche Anhänger der Muslimbruderschaft in Ägypten gezeigt. "Wir haben die klare Erwartung, dass das Urteil nicht vollzogen wird", so ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Dienstag.

"Jedem einzelnen Angeklagten muss ein fairer Prozess nach international anerkannten Standards ermöglicht werden." Ein ägyptisches Gericht hatte Anfang Dezember vorläufig entschieden, dass 188 wegen Terrorismus, Mord und Waffenbesitz Angeklagte zum Tode verurteilt werden sollen. Ihnen wird die Beteiligung an einem Angriff auf eine Polizeistation vorgeworfen, bei der im August 2013 elf Polizisten und zwei Zivilisten getötet wurden.

Am Montag waren 183 der 188 Todesurteile bestätigt worden. Nach Angaben des Auswärtigen Amts befinden sich unter den ursprünglich Angeklagten zwei bereits Verstorbene sowie ein Minderjähriger, der zu zehn Jahren Haft verurteilt worden sei. Gegen mindestens 43 Personen sei in Abwesenheit verhandelt worden.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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