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Deutsche Bahn plant Hyperloop-Strecken für Nahen Osten

Archivmeldung vom 17.05.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.05.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Konzept Design hyperloop
Konzept Design hyperloop

Foto: Camilo Sanchez
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Deutsche Bahn hilft beim Aufbau des futuristischen Röhren-Zugsystems Hyperloop. Im Auftrag des kalifornischen Zugentwicklers Hyperloop One erstellt die Ingenieurs- und Beratungssparte DB E&C eine Machbarkeitsstudie für ein Güterverkehrsnetz in der Region Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Katar, sagte DB E&C-Chef Niko Warbanoff der "Welt am Sonntag".

Es sollen beispielsweise die Transportrouten und Anbindungen, etwa an Häfen, ermittelt werden. Der Hyperloop-Zug beruht auf einer Idee des Milliardärs Elon Musk. Danach sollen etwa ab 2020 Menschen und Fracht wie in einer Rohrpost mit Fast-Schallgeschwindigkeit in Kapseln durch Röhren rasen.

Der Technik-Guru Musk, der auch an der Spitze der Raumfahrtfirma SpaceX und Elektroautofirma Tesla steht, steigt diesmal nicht selbst in das Projekt ein, sondern ist nur Lieferant der Vision. Der Fokus der Deutsche-Bahn-Studie für Hyperloop zielt zunächst auf den Gütertransport. "Ich schließe nicht aus, dass es künftig auch um Lösungen für den Personenverkehr in der Region geht", sagt Bahn-Manager Warbanoff. Er sei stolz, weil die Hyperloop-Manager den Deutsche Bahn-Spezialisten mit seinen rund 4.000 Beschäftigten angesprochen habe. "Sie schätzen unsere Kompetenz und das `Made by Deutsche Bahn`".

Warbanoff räumt ein, dass bei dem Zukunftszug noch offene Fragen zu lösen sind. "Es gibt Herausforderungen, bei denen noch nicht alle Antworten auf dem Tisch liegen." Dennoch ist er optimistisch: "Hyperloop wird von einer unwahrscheinlich starken Visionskraft getragen." Mit der enormen Willenskraft ließen sich daher auch die technischen Hürden lösen, ist er überzeugt. Die Deutsche Bahn werde sich allerdings nicht finanziell beteiligen. Einen Hyperloop-Einsatz in Deutschland erwartet der 39-jährige Manager jedoch nicht: "Meiner Ansicht nach ist es schwer, bei einer funktionierenden Hochgeschwindigkeitsinfrastruktur ein weiteres, völlig unterschiedliches System aufzubauen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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