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Goldreserven erhöht: Chinas Notenbank im Fokus

Archivmeldung vom 13.02.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.02.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Shanghai: chinesische Notenbank im Goldankauf-Verdacht. Bild: sxc.hu, MikeTowse
Shanghai: chinesische Notenbank im Goldankauf-Verdacht. Bild: sxc.hu, MikeTowse

Eine Lücke von 500 Tonnen in der globalen Verbraucherstatistik für Gold legt den Verdacht nahe, dass die chinesische Notenbank den niedrigen Goldpreis im vergangenen Jahr zur Erhöhung ihrer Goldreserven genutzt hat. Der Goldpreis ist nach einem Jahrzehnt des stetigen Anstiegs 2013 um 28 Prozent gegenüber dem Dollar gefallen. Trotz der Dementi aus China, das in der Vergangenheit wiederholt Desinteresse an Gold bekundet hatten, sehen Analysten die Volksrepublik als Goldkäufer.

Die aktuellsten offiziellen Zahlen belegen, dass das Reich der Mitte beträchtlich mehr Gold importiert und produziert hat, als es konsumierte. Die von der China Gold Association am Montag veröffentlichten Daten zeigen zudem, dass die Nachfrage nach Gold um 41 Prozent auf 1.176 Tonnen gestiegen ist. Damit überholte China Indien als den größten Goldkonsumenten.

Jedoch war der Anstieg der Importe und des Produktionsvolumens noch größer. China importierte im Vorjahr 1.158 Tonnen Gold - mehr als doppelt so viel wie noch 2012. Die Inlandsproduktion stieg um sechs Prozent auf 428 Tonnen, mehr als in jedem anderen Land der Welt. Darüber hinaus gab es noch Importe direkt durch Shanghai, die nicht in der Statistik aufscheinen. Insgesamt gehen die Experten von etwa 500 Tonnen Überschuss aus. Wohin dieser gelangt ist, bleibt spekulativ.

Analysten sind sich sicher

"Wir wären nicht überrascht, wenn wir hören würden, dass Chinas Zentralbank sich dafür entscheiden würde zu verlautbaren, dass ihre Goldreserven stark angestiegen sind", meint Na Liu von CNC Asset Management gegenüber der Financial Times. Die offiziellen Zahlen zeigen seit April 2009 ein unverändertes Bild: Goldreserven von 1.054 Tonnen.

Und auch laut Tom Kendall, Goldanalyst bei der Credit Suisse, wird generell davon ausgegangen, dass die Regierung den Großteil der inländischen Produktion als Reserve erworben hat. Manche Experten gehen sogar davon aus, dass es nicht nur die 500 Tonnen sind, die die Regierung gekauft hat, sondern sogar deutlich mehr.

Aber nicht nur der Kauf von Goldreserven könnte für die Regierung laut den Experten ein Grund für die Differenz sein. "Es sind nicht nur Anstiege der staatlichen Reserven. Auch Einzelpersonen und kommerzielle Banken haben mehr in Gold investiert", sagt Liu Xu, Analyst bei Capital Futures in Peking. "Durch den steigenden Wohlstand und die limitierten Investmentkanäle ist Gold sehr attraktiv", so Liu.

Quelle: www.pressetext.com/Christian Sec

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