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Islam-Experte: "Erdogan ist Islamist"

Archivmeldung vom 12.05.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.05.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
An election campaign poster featuring Erdoğan: "Istanbul is Ready, Target 2023", Taksim Square, Istanbul.
An election campaign poster featuring Erdoğan: "Istanbul is Ready, Target 2023", Taksim Square, Istanbul.

Foto: Myrat
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der renommierte Islam-Experte Bassam Tibi hält die türkische AKP für eine islamistische Partei. "Der türkische Präsident Erdogan ist Islamist. Erdogan will die Türkei zu einem Scharia-Staat umbauen", sagte Bassam Tibi dem Bielefelder Westfalen-Blatt (Freitagsausgabe).

Der Göttinger Professor für Politikwissenschaft hat Begriffe wie Leitkultur, Parallelgesellschaft und Euro-Islam geprägt. Die Erfolgsaussichten bei der Integration von mehr als einer Million muslimischer Flüchtlinge schätzt er eher negativ ein: "Die Bundesregierung hat kein Konzept für Integration. Im Moment versteht der Staat darunter die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen plus Sprachkurse. Wir haben schon kurdische, türkische und libanesische Parallelgesellschaften. Bald kommen syrische, pakistanische und afghanische Parallelgesellschaften dazu. Bislang gibt Deutschland den Einwanderern keine Identität. Mein Integrationskonzept hat drei Säulen: Einbürgerung, Arbeit, Wertevermittlung." Tibi kritisiert in dem Interview den Einfluss der Islamverbände, die nur einen Bruchteil der Muslime in Deutschland vertreten, auf die deutsche Politik: "Der deutsche Staat ist weltanschaulich neutral, arbeitet aber mit dem weltanschaulich organisierten Islam zusammen. Der organisierte Islam ist salafistisch, islamistisch und schriftgläubig. Das sind die großen Hürden auf dem Weg zur Integration." Man müsse, so Tibi, islamistischen Terror weltanschaulich bekämpfen. "Da darf der Staat sich nicht in die neutrale Ecke zurückziehen. Wenn das Grundgesetz bedroht wird, kann der Staat nicht weltanschaulich neutral bleiben."

Quelle: Westfalen-Blatt (ots)

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