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Nach Journalistenreise: Behörden gehen gegen Mönche vor

Archivmeldung vom 18.04.2008

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.04.2008 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Die chinesischen Behörden gehen offenbar massiv gegen tibetische Mönche vor, die am 9. April gegenüber Journalisten öffentlich protestiert hatten. Über den Protest der Mönche aus dem Kloster in Labrang war weltweit berichtet worden, da er offenbar aus Anlass einer Reise ausländischer und chinesischer Journalisten in die tibetischen Gebiete in der chinesischen Provinz Gansu stattgefunden hatte.

Am 14. und 15 April sei im Kloster Labrang in Folge des Vorfalls eine große Zahl von Sicherheitskräften eingetroffen, die sofort mit Durchsuchungsaktionen begonnen hätten. Verlässlichen Berichten zufolge ist es auch zu Verhaftungen gekommen. Die International Campaign for Tibet ist in Sorge über den Verbleib und das Wohlergehen der Mönche.

Filmaufnahmen des Protestes belegen, dass die Mönche des Klosters gegenüber den Journalisten unter anderem die Wahrung von Menschenrechten gefordert und auf die vielen Festnahmen nach den Protesten der letzten Wochen hingewiesen hatten. Einige betonten ausdrücklich, dass sie sich nicht gegen die Olympischen Spiele in Peking wandten, aber aufgrund der anhaltenden Repressionen in Tibet in großer Sorge über die Zukunft von Religion und Kultur seien. Der Protest war von chinesischen Sicherheitskräften nicht unterbunden, aber augenscheinlich genau überwacht worden.

In anderen Teilen Tibets, insbesondere in tibetischen Gebieten in der Provinz Sichuan haben die Behörden Berichten zufolge weitere Proteste mit Gewalt unterbunden. In Kardze in der Provinz Sichuan sei mit einer aggressiven Kampagne gegen den Dalai Lama begonnen worden. Die Behörden hätten zudem mit der Zerstörung des örtlichen Klosters gedroht, wenn die Mönche des Klosters nach den dortigen Protesten vom 3. April, bei denen Berichten zufolge mehr als zehn Tibeter erschossen worden waren, nicht in das Kloster zurückkehren würden.

Quelle: International Campaign for Tibet Deutschland e.V.

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