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Steinmeier fordert Aufhebung des Todesurteils gegen Christin im Sudan

Archivmeldung vom 05.06.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.06.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Dr. Frank-Walter Steinmeier Bild: spdfraktion.de / photothek.net/Thomas Köhler
Dr. Frank-Walter Steinmeier Bild: spdfraktion.de / photothek.net/Thomas Köhler

Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat die Aufhebung des Todesurteils gegen die sudanesische Christin Miriam Yania I. gefordert. "Ich habe dem sudanesischen Außenminister berichtet, dass die deutsche Öffentlichkeit über diesen Fall erschüttert ist und das auch einen Schatten auf die Wahrnehmung seines Landes bei uns in Deutschland wirft", erklärte Steinmeier am Mittwoch. "Es ist unsere Erwartung, dass dieses unmenschliche Todesurteil aufgehoben wird. Ich hoffe, dass die junge Frau schon bald gemeinsam mit ihren Kindern und ihrem Mann ein normales Leben in Freiheit führen kann."

Ein sudanesisches Gericht in Khartum hatte Miriam Yania I. Mitte Mai 2014 in erster Instanz wegen Abkehr vom muslimischen Glauben zum Tode verurteilt. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen; nach sudanesischem Recht müssen alle Todesurteile vom Obersten Gericht bestätigt werden. Im Sudan gilt der Islam als Staatsreligion, die sudanesische Verfassung sieht jedoch auch die Achtung anderer verschiedener Religionen sowie die freie Glaubensausübung vor.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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