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SPD-Fraktionsvize Mützenich warnt vor Entfremdung zwischen Türkei und Nato-Partnern

Archivmeldung vom 15.08.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.08.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Rolf Mützenich (2017)
Rolf Mützenich (2017)

Bild: SPD Köln

Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bundestag, Rolf Mützenich, hat vor einer Entfremdung zwischen der Türkei und den Nato-Partnern gewarnt. "Die aktuelle Währungskrise ist kein allein fiskalisches Problem und darf in ihrer außenpolitischen Wirkung nicht unterschätzt werden", sagte Mützenich der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Neben den hilflos wirkenden, die innenpolitische Stimmung absichtlich anheizenden Reden des Staatschefs seien derzeit mögliche militärische Zuspitzungen in den kurdischen Gebieten und zwischen türkischem und US-amerikanischem Militär im syrischen Grenzgebiet die größten Gefahren. Mützenich verwies auch darauf, dass nach den personellen Veränderungen im Offizierskorps in Folge des Militärputschs, den Umbrüchen im Nahen Osten und durch den Bedeutungszuwachs Chinas in der internationalen Politik die Stimmen zugunsten einer anderen Rolle der türkischen Armee im regionalen Umfeld und als "asiatische Macht" an Gewicht gewonnen hätten. "Die Nato muss ein Interesse an der Bindung der Türkei haben", sagte Mützenich. Das dürfe allerdings nicht unter Preisgabe der Prinzipien und Werte des Bündnisses erfolgen.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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