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1,15 Millionen Pässe in Deutschland verloren gemeldet

Archivmeldung vom 17.03.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.03.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: stromie  / pixelio.de
Bild: stromie / pixelio.de

Im Fahndungsregister des Bundeskriminalamts (BKA) sind nach Informationen der "Welt am Sonntag" derzeit 1,15 Millionen Pässe als verloren gemeldet. Erfasst werden dabei die Reisedokumente sämtlicher Nationalitäten, die in Deutschland abhanden kamen. Der gesamte Datenbestand umfasst zehn Jahre, Stichtag für die letzte Aktualisierung war der 31. Dezember 2013. Ein Großteil davon sind deutsche Pässe, die genaue Zahl weist das Wiesbadener BKA nach eigenen Angaben aber nicht aus. Es unterscheidet auch nicht zwischen den Kategorien "verloren" und "gestohlen", weil sich das nicht feststellen lässt.

Das BKA übermittelt seine Passdaten regelmäßig an das Schengener Informationssystem (SIS) in Straßburg zur Personenfahndung innerhalb der EU und an die internationale kriminalpolizeiliche Organisation Interpol in Lyon. Dort gibt es die "Stolen and Lost Travel Documents Database" (SLTD). In der Datenbank, die laufend aktualisiert wird, stehen insgesamt mehr als 40 Millionen vermisste Pässe aus 167 Ländern.

Interpol zählte im vergangenen Jahr rund 800 Millionen Abfragen, dabei wurden 60.000 Treffer erzielt.

Hintergrund ist, dass Interpol nach dem Verschwinden des Malaysia-Airlines-Flugs MH370 die mangelhaften Passkontrollen auf dem Abflug-Airport Kuala Lumpur kritisierte. Dort gelangten zwei Fluggäste an Bord der gesuchten Boeing 777 mit den Pässen eines Italieners und eines Österreichers, die in der Datei von Interpol als gestohlen verzeichnet waren. Die Passagiere mit den falschen Papieren wären möglicherweise auch beim Abflug von einem deutschen Flughafen zu einem Ziel innerhalb der EU nicht aufgefallen.

"Bei Unionsbürgern schreibt der Schengener Grenzkodex eine niedrigere Kontrollintensität vor", teilte das Bundesinnenministerium der "Welt am Sonntag" mit. Ein Abgleich mit Fahndungsdateien sei in diesen Fällen "möglich", werde aber aus rechtlichen Gründen "nicht systematisch" vorgenommen.

Interpol warnt davor, dass zahlreiche von Europäern gestohlene Pässe in Südostasien verkauft werden. Die Preise dort variieren je nach Zustand, Nationalität und Gültigkeitsdauer zwischen 1.500 und 3.000 Dollar pro Pass.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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