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Graf Lambsdorff: "Tsipras brennt ein Feuerwerk ab"

Archivmeldung vom 29.01.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.01.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Alexander Graf Lambsdorff 2014
Alexander Graf Lambsdorff 2014

Foto: Foto-AG Gymnasium Melle
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Alexander Graf Lambsdorff (FDP), Vizepräsident im EU-Parlament, fordert Nachsicht mit dem neuen griechischen Regierungschef Alexis Tsipras. Obwohl dieser erklärte, Tausende Beamte einstellen zu wollen und die Privatisierungen rückgängig zu machen, reagierte Lambsdorff im Gespräch mit der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen gelassen: "Man muss sehen, dass Alexis Tsipras kaum 48 Stunden im Amt ist. Dass ein neuer Regierungschef erst einmal ein Feuerwerk abbrennt, um die eigene Wählerschaft zu beeindrucken, ist auch bei uns nicht völlig unüblich. Auch die Große Koalition hat erst einmal eine happy hour veranstaltet mit Mütterrente, Rente mit 63 und Mindestlohn. Die ersten Maßnahmen von Tsipras sind falsch. Aber noch wissen wir nicht, was er in Brüssel konkret erklärt und darauf werden wir dann reagieren."

Lambsorff versicherte zudem: "Selbstverständlich ist Brüssel bereit, konstruktiv mit der neuen griechischen Regierung zusammenzuarbeiten, solange diese sich bereit erklärt, ihre Verpflichtungen gegenüber den Partnern in der Eurozone einzuhalten." Ein Schuldenschnitt komme aber nicht in Frage, sagte der liberale Politiker. Besorgt zeigte sich Lambsdorff über den außenpolitischen Kurs von Tsipras. Der Grieche hatte Distanz zu den Sanktionen gegen Russland erkennen lassen. Freidemokrat Lambsdorff sagte dazu: "Das erfüllt mich mit großer Sorge. Ich halte die Einigkeit der europäischen Staaten gegen den schweren Völkerrechtsbruch, den Russland in der Ukraine begangen hat, für eine der wenigen positiven Entwicklungen der jüngsten Zeit. Diese Politik erfordert aber die Einstimmigkeit innerhalb der EU. Sollte Griechenland da ausscheren, wäre das ein schwerer Rückschlag für eine Politik im Interesse des Völkerrechts und des Friedens, die sich bemüht, Russland zu ernsthaften Verhandlungen zu bewegen."

Quelle: Neue Westfälische (Bielefeld) (ots)

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