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Sozialpolitiker Händel: Kein Grund für weitere Kürzungen bei Renten in Griechenland

Archivmeldung vom 03.02.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.02.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Klaus Brüheim / pixelio.de
Bild: Klaus Brüheim / pixelio.de

Angesichts der sich ausweitenden Streiks gegen die geplante Rentenreform in Griechenland warnt der Sozialpolitiker und Europaabgeordnete Thomas Händel davor, dem Mittelmeerstaat weitere Kürzungen zu verordnen. "Eine weitere Kürzung darf es nicht geben, wenn man die humanitäre Krise nicht noch vertiefen will", sagt Händel (LINKE) im Interview mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" (Donnerstagausgabe). Die griechischen Renten seien bereits auf europäischem Durchschnitt. "Insofern gibt es auch objektiv keinen Grund, die Griechen zu Einsparungen im Rentenbereich zu drängen. Es sei denn, man will, dass sich SYRIZA gegenüber der Bevölkerung völlig diskreditiert", so der Vorsitzende des Ausschusses für Beschäftigung und Soziales im Europäischen Parlament.

Händel findet die Pläne der SYRIZA-geführten Regierung überzeugend. Es sei kein Zustand, dass viele Rentenfonds unterfinanziert seien und Steuermittel zugeschossen werden müssen. Es sei laut Händel "notwendig, eine nachhaltige Rentenversicherung aufzubauen, die Substanz hat, die den Versicherten garantiert, dass sie künftig noch eine Rente bekommen, von der sie leben können."

Die Proteste einzelner Berufsgruppen verwundern Händel nicht. "Wenn man 300 Rentenfonds zusammenfassen will, wird das nicht ohne Härten ablaufen, insbesondere für die besser ausgestatteten Versicherungsarten, die es bisher gegeben hat." Es sei nun aber wichtig, den sozialen Dialog zu suchen. Der sei nicht nur für die Gestaltung der Rentenversicherungen wichtig.

Quelle: neues deutschland (ots)

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