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Schwarz-Schilling kritisiert Entsendung der Kosovo-Eingreiftruppe

Archivmeldung vom 23.04.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.04.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Flagge von Kosovo
Flagge von Kosovo

Der ehemalige Hohe Repräsentant für Bosnien und Herzegowina, Christian Schwarz-Schilling, hat die Entsendung einer Eingreiftruppe der Bundeswehr für das Kosovo kritisiert. "Wenn nur Appeasement gegenüber Serbien gemacht wird, dann braucht man sich nicht zu wundern", sagte er der "Mitteldeutschen Zeitung". "Das Militär muss nun ausbaden, was die Politik versäumt."

Der CDU-Politiker hält den Schritt dennoch für unvermeidlich. "Das muss gemacht werden, um weitere Instabilität zu verhindern", erklärte er. "Die Serben müssen wissen, dass sie mit dem Kosovo nicht Ping-Pong spielen können." Die Bundeswehr will zur Vermeidung von Spannungen im Vorfeld der serbischen Parlaments- und Präsidentschaftsahlen am 6. Mai 550 zusätzliche Soldaten in das Kosovo schicken.

Bundeswehrverband sieht Einsatz im Kosovo skeptisch

Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, Ulrich Kirsch, sieht die Entsendung einer Eingreiftruppe der Bundeswehr in das Kosovo skeptisch. "Es wird deutlich, wie dünn das Eis ist", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Militärisch habe er an der Ausweitung des Einsatzes keinen Zweifel. "Allerdings zeigt sie, dass die Lage politisch immer auswegloser wird." Es dauere naturgemäß lang, bis sich ethnische Konflikte beruhigten, so Kirsch. "Doch die serbische Regierung tut auch nicht genug dafür." Hinzu komme das Problem der organisierten Kriminalität in der ehemals serbischen Provinz. Die Bundeswehr will zur Vermeidung von Spannungen vor den serbischen Parlaments- und Präsidentschaftsahlen am 6. Mai 550 zusätzliche Soldaten in das Kosovo schicken.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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