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Einflussreicher Islam-Gelehrter gegen Modernisierung des Koran

Archivmeldung vom 29.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Koran: Islamkonforme Geldanlage verringert Risiko (Foto: pixelio/Dieter Schütz)
Koran: Islamkonforme Geldanlage verringert Risiko (Foto: pixelio/Dieter Schütz)

Ahmad Mohammad al Tayyeb, einer der einflussreichsten Gelehrten des Islam, hat sich gegen Forderungen gewandt, den Koran zu modernisieren. "Der Koran ändert sich nicht. So wie ihr nicht fordert, dass sich die Bibel ändern muss, fordert bitte auch nicht, dass sich der Koran ändern muss", sagte der Islamgelehrte der renommierten Al-Azhar-Universität Kairo in einem Interview mit dem Magazin "Cicero" (Mai-Ausgabe).

"Was wir jetzt brauchen, ist eine Rückbesinnung auf den Koran. Und nicht eine Fehlinterpretation oder seinen Missbrauch für große politische Vorhaben." Der Ägypter al Tayyeb steht seit 2010 als Scheich der Al-Azhar-Universität vor und gilt als höchste Instanz im sunnitischen Islam. In dem Gespräch mit dem Magazin wandte er sich gegen den "Islamischen Staat" (IS). Seine Universität lehre die Studenten, dass der Islam nicht mittels Waffen verbreitet werden könne. "Sondern durch Argumente, Logik und Überzeugung."

Der größte Beweis, dass der IS lüge, sei, dass er den Islam in islamischen Ländern verbreiten wolle: "Wer kommt auf so einen Blödsinn?" Der Islamgelehrte sagte, zurzeit verhandle er mit der Regierung in Kairo über ein Fach an allen Universitäten, das die Ursprünge des Terrors behandle und darüber aufkläre, "wie diese Leute die Schriften falsch interpretieren".

Zudem baue seine Universität ein Beobachtungszentrum in verschiedenen Sprachen auf. Es solle verfolgen, was der IS verbreite, um dann Antworten darauf zu veröffentlichen. Die Armut als Nährboden für den Terror müssen bekämpft werden, forderte al Tayyeb. "Dabei muss auch der Westen seine Verantwortung übernehmen und den Ländern der Region helfen, sich von der Bestie Terror zu befreien."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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