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Terror-Experte: Al Kaidas Finanzbasis durch Bin Ladens Tod nicht zerstört

Archivmeldung vom 03.05.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.05.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Ursprüngliche Flagge der Al Kaida
Ursprüngliche Flagge der Al Kaida

Nach der US-Militäraktion gegen Osama Bin Laden rechnen Experten nicht mit einem wirtschaftlichen Zusammenbruch des Terrornetzwerks Al Kaida. Friedrich Schneider, Professor und Terror-Experte der Universität Linz, sagte der "Bild"-Zeitung: "Al Kaida finanziert sich aus illegalem Drogen- und Diamantenhandel. Für ihr operatives Geschäft braucht das Terrornetzwerk gerade mal 20-30 Millionen Dollar jährlich." Deshalb brauche das Terrornetz das Geld des Milliardärs-Sohns nicht mehr.

Das meiste Geld der Al Kaida gehe für die "Bestechung der Warlords in Gebieten wie Somalia und im Jemen drauf, in denen sie ihre Ausbildungslager unterhalten. Die Anschläge kosten im Vergleich dazu fast gar nichts", so Schneider weiter. "Mit dem Tod Bin Ladens ist weder die Finanzbasis Al Kaidas zerstört noch der terroristische Nachwuchs ausgeschaltet. Eher das Gegenteil ist der Fall."

Anti-Terror-Berater: Bin Laden wäre ohne Gegenwehr lebend gefasst worden

Al-Kaida-Führer Osama bin Laden wäre möglicherweise lebend gefasst worden, wenn er sich der Verhaftung nicht widersetzt hätte. Das sagte der Anti-Terror-Berater der US-Regierung, John Brennan, am Montag in Washington. Es sei erwartet worden, dass sich bin Laden wehrt, dennoch habe eine "entfernte" Chance bestanden, dass der Terrorist lebend ergriffen wird, so Brennan. Die US-Spezialkräfte seien auf diese Möglichkeit vorbereitet gewesen. Als der Terrorführer verhaftet werden sollte, habe sich jedoch ein Feuergefecht entwickelt, in dessen Verlauf bin Laden durch einen Kopfschuss getötet worden sei. Unbestätigten Berichten zufolge soll der Leichnam bereits auf See bestattet worden sein. Dass es sich bei dem Toten wirklich um bin Laden handelt, soll unterdessen eindeutig geklärt sein. Ein DNA-Test habe US-Regierungsvertretern zufolge nahezu 100-prozentige Sicherheit gebracht. Zudem habe ein Fotovergleich sowie die Aussage einer der Frauen des Terroristenführers das Ergebnis bestätigt. Ob ein Bild des Leichnams veröffentlicht wird, ist derweil noch unklar. Laut Brennan werde die Regierung jedoch alles dafür tun, dass niemand den Tod des Al-Kaida-Führers abstreiten könne.

US-Präsident Barack Obama hatte die Nachricht vom Tod Bin Ladens am Sonntagabend (Ortszeit) in einer Rede an die Nation überbracht. Seit vergangenen August habe es demnach Hinweise auf den Aufenthaltsort des Terroristenführers in Pakistan gegeben. Es habe jedoch Monate gedauert, der Spur nachzugehen. Vergangene Woche habe Obama dann grünes Licht für die Operation gegeben.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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