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Südkorea droht Nordkorea mit militärischer Vergeltung

Archivmeldung vom 02.04.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.04.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Flagge der  Republik Korea
Flagge der Republik Korea

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Auf der koreanischen Halbinsel droht der schwelende Konflikt weiter zu eskalieren: Die südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye drohte Pjöngjang im Falle einer Provokation mit massiver militärischer Vergeltung. "Die Existenzberechtigung für das Militär ist es, das Land und das Volk vor Bedrohungen zu schützen", sagte Park laut der Nachrichtenagentur Yonhap bei einem Treffen mit Militärs und Verteidigungsminister Kim Kwan Jin.

"Wenn es zu Provokationen gegen unsere Bevölkerung oder unser Land kommt, sollten wir ohne jede politische Überlegung noch im frühen Stadium stark reagieren", so die südkoreanische Präsidentin weiter. Die USA schicken unterdessen F-22-Kampfjets nach Südkorea. Die Maschinen, die für das gegnerische Radar nur schwer zu erkennen sind, waren bislang in Japan stationiert und sollen offiziell an gemeinsamen Übungen mit der südkoreanischen Armee teilnehmen.

Tatsächlich dürfte die Aktion von Nordkorea als neuerliche Provokation aufgefasst werden, nachdem Pjöngjang bereits selbst in den letzten Tagen die Drohungen verstärkt hatte. Zuvor waren schon zwei US-Tarnkappenbomber vom Typ B-2 nach Südkorea verlegt worden.

Bereits am Samstag hatte Nordkorea den Kriegszustand mit Südkorea ausgerufen. Auch in Richtung der USA hatte Nordkorea konkret mit einem Angriff gedroht. Angeblich wollen die Streitkräfte des kommunistischen Nordens in der Lage sein, Hawaii und auch das US-Festland mit Langstreckenraketen erreichen zu können.

Korea-Konflikt: Westerwelle mahnt Südkorea zur Besonnenheit

Im weiter eskalierenden Konflikt zwischen Nord- und Südkorea hat Außenminister Guido Westerwelle auch Südkorea zur Besonnenheit aufgerufen. Westerwelle sagte der "Bild-Zeitung" (Dienstagausgabe): "Die Spirale der Kriegsrhetorik muss durchbrochen werden. Wir stehen solidarisch zu Südkorea, das vom Norden aus bedroht wird. Dennoch ist Besonnenheit auf allen Seiten das Gebot der Stunde. Aus einem Krieg der Worte darf kein echter Krieg werden."

Zugleich machte Westerwelle deutlich, dass die tatsächlichen Absichten des nordkoreanischen Regimes "kaum zu durchschauen" seien. Die Bundesregierung setze auf die beruhigende Rolle Chinas. Westerwelle: "Wir setzen darauf, dass auch China weiter konstruktiv an einer Beruhigung arbeitet. Das Atomprogramm Nordkoreas muss gestoppt werden, notfalls mit weiteren Sanktionen."

Bericht: USA schicken Zerstörer vor koreanische Küste

Die USA demonstrieren im Korea-Konflikt weiterhin militärische Stärke und bauen Medienberichten zufolge ihr Raketenabwehrsystem vor Ort aus. Zum einen soll die USS Fitzgerald, ein Zerstörer der US-Marine, vor die koreanische Halbinsel geschickt werden, wie MSNBC am Montag unter Berufung auf das Verteidigungsministerium berichtet. Zum anderen soll offenbar auch die SBX-1, eine schwimmende Radarstation, näher vor die nordkoreanische Küste verlegt werden, um militärische Schritte des Landes besser beobachten zu können. Nach Informationen von CNN sind zudem weitere Maßnahmen der Navy geplant.

Zuletzt war die US-militärische Präsenz in Südkorea verstärkt worden: Erst wurden zwei US-Tarnkappenbomber vom Typ B-2 nach Südkorea verlegt, dann wurde angekündigt, zwei F-22-Kampfjets von Japan aus ins Land zu schicken, was am Montag in die Tat umgesetzt worden ist. Die Lage auf der koreanischen Halbinsel hat sich wieder verschlechtert, nachdem der Norden im Februar einen Atomtest durchgeführt hatte. Es folgte eine Verschärfung der Sanktionen gegen das Land. Im März hatte Pjöngjang dann zunächst den Nichtangriffspakt mit Südkorea aufgekündigt und am vergangen Samstag sogar den Kriegszustand erklärt. Seoul hat derweil gemeinsam mit den USA einen gemeinsamen Militärplan für den Ernstfall beschlossen. Angesichts einer drohenden Eskalation des Konflikts werden jedoch auch warnende Worte laut. "Besonnenheit auf allen Seiten" sei "das Gebot der Stunde", sagte Bundesaußenminister Guido Westerwelle der "Bild-Zeitung" (Dienstagausgabe).

USA: Nordkorea bereitet sich nicht ernsthaft auf Krieg vor

Aus Ansicht der USA bereitet sich Nordkorea derzeit nicht ernsthaft auf einen Militärschlag vor. Es gebe derzeit keine Anzeichen einer groß angelegten Mobilmachung oder Stationierung von Truppen, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, am Montag. Gleichwohl nehme man die Drohungen Nordkoreas ernst. Die USA seien aufmerksam und beobachteten die Lage sehr genau. Mit Südkorea gebe es enge Absprachen. "Die Maßnahmen, die wir ergriffen haben, sind durchdacht", so Carney weiter. Unter anderem durch die jüngste Verlegung von Kampfjets nach Südkorea habe sich die Lage aus Sicht der US-Regierung entschärft. Die USA hatten in den letzten Tagen Tarnkappenjets und einen mit Raketen bestückten Zerstörer in die Region verlegt.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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