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Schäuble und Gabriel wollen Reformdruck in Europa erhöhen

Archivmeldung vom 03.11.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.11.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Dennis Witte
Bild: Viktor Mildenberger / pixelio.de
Bild: Viktor Mildenberger / pixelio.de

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) haben einen gemeinsamen Vorstoß unternommen, um die Wirtschafts- und Finanzpolitik auf europäischer Ebene wirksamer und verbindlicher zu koordinieren: Damit soll der Reformdruck auf die Mitgliedstaaten erhöht werden. In einem fünfseitigen Positionspapier, das die beiden Minister Ende Oktober an die EU-Kommission, den Chef der Eurogruppe und die italienische Ratspräsidentschaft schickten, rechnen sie dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" zufolge mit dem bisherigen Verfahren ab.

Der Versuch, in der Eurozone eine Diskussion über Reformnotwendigkeiten in einzelnen Staaten anzustoßen, habe nur "begrenzten Erfolg" gehabt, kritisieren sie. Die Debatte müsse künftig intensiver geführt werden. Die Beratungen zwischen Kommission und betroffenen Ländern dürfe nicht länger von untergeordneten Bürokraten geführt werden. "In Zukunft sollten die Kontakte und Konsultationen vermehrt über die Hauptstädte abgewickelt werden, unter Einbeziehung von Experten und Entscheidern bis hin zu Ministern", schreiben Schäuble und Gabriel laut "Spiegel".

Solche Maßnahmen trügen dazu bei, "die Aufmerksamkeit einer breiteren Öffentlichkeit zu erregen und Gruppendruck auszuüben". Zudem sollten die Handlungsempfehlungen künftig mit einer Frist versehen werden, in der die Maßnahmen umzusetzen seien. Verfehlen die Länder ihre Zusagen, sollen sie mit finanziellen Strafen rechnen.

In diesem Fall könnten ihnen zum Beispiel Mittel aus dem Europäischen Struktur- und Investitionsfonds gestrichen werden, regen die Berliner Minister dem Magazin zufolge an. Jede Regierung soll zudem einen Beauftragten benennen, der dafür verantwortlich ist, "die Umsetzung der länderspezifischen Empfehlungen wirksam im nationalen Regierungsprozess zu gewährleisten".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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