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Ukrainischer Botschafter kritisiert Schwesig wegen Nord Stream 2

Archivmeldung vom 16.01.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.01.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Andrij Melnyk (2015), Archivbild
Andrij Melnyk (2015), Archivbild

Von Heinrich-Böll-Stiftung from Berlin, Deutschland - Andrij Melnyk, CC BY-SA 2.0, Link

Der Botschafter der Ukraine in Berlin, Andrij Melnyk, hat Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) wegen ihres Engagements für die Ostseepipeline Nord Stream 2 mithilfe einer Stiftung scharf kritisiert. Gegenüber dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" nannte er Nord Stream 2 "brandgefährlich für die Energiewende und für die europäische Solidarität".

Melnyk sagte: "Dieses unglaubliche Gas-Spektakel aus Mecklenburg-Vorpommern erinnert an Schummel-Lieschen und Hütchenspielchen." Da werde in Schwerin öffentlich Wasser gepredigt und heimlich Wein - oder eher Wodka - getrunken. Der ukrainische Botschafter räumte ein, das Vorgehen von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) möge aus rechtlicher Sicht makellos sein und smart erscheinen, aber "es hinterlässt einen Scherbenhaufen und beschädigt die Glaubwürdigkeit Deutschlands massiv". Der Diplomat weiter: "So findet man keine neuen Freunde in Europa. Ein Ordnungsruf aus Berlin wäre längst an der Zeit."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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