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Mordattentat auf Haitis Staatschef: Unter den Verdächtigen sind Informanten von US-Behörden

Archivmeldung vom 13.07.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.07.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Der Leichnam von Jovenel Moïse wird aus seiner Privatresidenz in Petion-Ville abtransportiert
Der Leichnam von Jovenel Moïse wird aus seiner Privatresidenz in Petion-Ville abtransportiert

Foto: LEVE KANPE POU HAITI
Lizenz: CC BY 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Einige Personen, die in das Mordattentat auf den haitianischen Präsidenten Jovenel Moïse verwickelt sein sollen, sollen zuvor als Informanten der US-Strafverfolgungsbehörden gearbeitet haben. Dies berichtete der TV-Sender CNN unter Verweis auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "SNA News" schreibt weiter: "Mindestens einer der Männer, die von den haitianischen Behörden im Zusammenhang mit der Tötung verhaftet worden seien, habe zuvor als Informant für die US-Strafverfolgungsbehörde zur Bekämpfung des illegalen Drogenhandels (Drug Enforcement Administration) gearbeitet, wie die DEA gegenüber CNN mitteilte.

„Nach der Ermordung von Präsident Moise wandte sich der Verdächtige an seine Kontakte bei der DEA. Ein DEA-Beamter, der in Haiti im Einsatz war, drängte den Verdächtigen, sich den lokalen Behörden zu ergeben. Er lieferte darüber hinaus zusammen mit einem Beamten des US-Außenministeriums Informationen an die haitianische Regierung, die zur Auslieferung und Verhaftung des Verdächtigen sowie einer weiteren Person beitrugen“, zitiert der Sender aus der DEA-Mitteilung.

Die Behörde sei über Berichte informiert, denen zufolge einige Attentäter zum Zeitpunkt des Angriffs auf den haitianischen Staatschef den Namen der Behörde – DEA – geschrien hätten. Allerdings sei keiner der Angreifer im Auftrag der Behörde tätig gewesen, wie die DEA betonte.

FBI verweigert Kommentar

Laut CNN-Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sein sollen, hatten andere Verdächtige ebenfalls Verbindungen zu den Vereinigten Staaten, einschließlich der Arbeit als Informanten für die US-Bundesstrafverfolgungsbehörde FBI.

Das FBI habe auf die CNN-Berichterstattung hin geäußert, keine Kommentare in Bezug auf Informanten abgeben zu wollen. Dennoch habe der Inlandsgeheimdienst betont, er verwende „rechtmäßige Quellen, um nachrichtendienstliche Informationen zu sammeln“, als Teil seiner Ermittlungen.

Ob die Menschen, die als Informanten für die US-Strafverfolgungsbehörden gearbeitet haben, sich wissentlich an der Ermordung beteiligt hätten oder über die Mission informiert worden seien, sei unklar, führen die Quellen des Senders an.

Ermittlungen und Festnahmen

Am Montag hatten haitianische Behörden die Verhaftung eines Verdächtigen bekanntgegeben, der das Mordattentat auf den Präsidenten organisiert haben soll. Bei dem Tatverdächtigen handle es sich um einen Mann haitianischer Herkunft namens Christian Emmanuel Sanon, der im Juni mit einem Privatjet ins Land gekommen sei. Der 63-Jährige habe beabsichtigt, „das Amt des Präsidenten der Republik zu übernehmen“, sagte Polizeichef Leon Charles auf einer Pressekonferenz.

Laut der kolumbianischen Polizei sollen zwei kolumbianische Verdächtige, die in Haiti von der Polizei getötet wurden, auch Verbindungen zum Sicherheitsunternehmen CTU Security, das einem venezolanischen Staatsbürger gehört, gehabt haben.

Zuvor hatte die Polizei 28 Ausländer identifiziert, die mit dem Attentat in Verbindung stehen sollen. 20 Personen wurden verhaftet, darunter 18 Kolumbianer und zwei US-Amerikaner haitianischer Herkunft – nämlich der 55-jährige Joseph Vincent, und der 35 Jahre alte James Solages. Am Sonntag gab der Polizeichef, Leon Charles, bekannt, dass der mutmaßliche Anstifter des Mordes ein 63-jähriger Arzt aus Florida sein soll, der ebenfalls festgenommen wurde.

Mord an Haitis Präsident

Der 53 Jahre alte Staatschef Moïse war in seiner Residenz in der Nacht auf den 7. Juli überfallen und tödlich verletzt worden. Seine Ehefrau, Martine, war schwerverletzt zur Behandlung nach Florida gebracht worden. Der Ministerrat verhängte für 15 Tage den Ausnahmezustand."

Quelle: SNA News (Deutschland)

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