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Entwicklungsminister Müller kritisiert fehlendes Krisenkonzept der EU

Archivmeldung vom 02.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Gerd Müller auf dem CSU-Parteitag 2013
Gerd Müller auf dem CSU-Parteitag 2013

Foto: Olaf Kosinsky
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat ein mangelndes Engagement Europas im Kampf gegen aktuelle Krisen beklagt. "Die EU müsste mindestens zehn, besser 20 Milliarden in die Krisengebiete vor der eigenen Haustüre investieren, wenn sie als Friedensmacht ernst genommen werden will", sagte Müller der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".

Es sei eine "Schande", dass das Welternährungsprogramm die Rationen halbieren müsse und viele Familien in den Flüchtlingslagern gar nicht mehr versorgt werden könnten, weil das Geld fehle. "Wir haben keinen koordinierten und konzeptionell durchdachten Ansatz, die EU angesichts der dramatischen Krisenentwicklungen in Nordafrika und im Nahen und Mittleren Osten als Friedensmacht aufzustellen", sagte der Entwicklungsminister. Das Scheitern der seinerzeitigen französischen Mittelmeerinitiative dürfe nicht das letzte Wort sein. "Ich halte einen neuen Anlauf für eine Mittelmeerkooperation zwischen den nordafrikanischen Staaten und der EU für dringend notwendig", so der Minister.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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