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Betrug in Milliardenhöhe: USA klagen drei Ex-Mitarbeiter von Credit Suisse an

Archivmeldung vom 04.01.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.01.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Paul-Georg Meister / pixelio.de
Bild: Paul-Georg Meister / pixelio.de

Die US-Staatsanwaltschaft hat drei Ex-Mitarbeiter der Bank Credit Suisse angeklagt, die am Donnerstag in London auf Anfrage der US- Behörden festgenommen worden waren. Dies berichtet die Zeitung „Financial Times“ unter Verweis auf einen Sprecher der Staatsanwaltschaft für den östlichen Bezirk von New York.

Die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik" schreibt weiter: "Demnach wurden die ehemaligen Mitarbeiter von Credit Suisse Andrew Pearse und Surjan Singh sowie die Ex-Mitarbeiterin Detelina Subeva verhaftet. Alle drei seien gegen Kaution freigelassen worden. Nun würden die USA deren Auslieferung fordern, wegen angeblicher Geldwäsche und Betrügens von US-Investoren in Bezug auf Darlehen, heißt es.

Die Anklage geht auf den sogenannten mosambikanischen Schuldenskandal zurück, zu dem das US-Justizministerium und das FBI seit 2017 gegen die Credit Suosse Group, die russische Bank VTB und die französische BNP Paribas ermitteln.

Am Samstag war auch Manuel Chang, einstiger Finanzminister von Mosambik, im Zusammenhang mit der Anklage in Südafrika verhaftet worden.

Chang und die Bankiers sollen „maritime Projekte als Fassaden für ihre eigene Bereicherung" geschaffen und Teile der Darlehen vorsätzlich umgeleitet haben, um Bestechungs- und Schmiergelder im Volumen von 200 Millionen Dollar zu finanzieren, soll es in der Anklage heißen.

Ein Sprecher der Credit Suisse warf den drei ehemaligen Mitarbeitern einen Versuch vor, „ die internen Kontrollen der Bank zu unterminieren". Die Angeklagten sollen aus persönlichen Profitgründen gehandelt und versucht haben, ihre Aktivitäten vor der Bank zu verschleiern. Die Credit Suisse werde mit den zuständigen US-Behörden bei den Ermittlungen zusammenarbeiten, äußerte er.

2013 hatte ein mosambikanisches Staatsunternehmen mit Unterstützung von Credit Suisse, BNP Paribas und VTB Staatsanleihen im Gesamtwert von 850 Millionen US-Dollar emittiert, um 24 Schiffe für den Thunfischfang anzuschaffen. Später verkündete die mosambikanische Regierung, die Geldmittel seien teilweise für den Kauf von militärischer Ausrüstung ausgegeben worden. Zwei Jahre nach der Emission erklärte die Regierung von Mosambik die Schulden, für die sie gebürgt hatte, als untragbar und äußerte, eine Schuldenrestrukturierung sei nötig."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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