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Reporter ohne Grenzen: Absurde Anschuldigungen gegen Türkei-Korrespondenten

Archivmeldung vom 20.03.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.03.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Repression: nimmt in Türkei zu.
Repression: nimmt in Türkei zu.

Bild: pixelio.de, sokaeiko

Die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) hat die türkische Justiz aufgefordert, die Anschuldigungen gegen einen langjährigen Türkei-Korrespondenten fallenzulassen. Das Verfahren gegen Erol Önderoglu gehe am Dienstag in Istanbul weiter, teilte ROG am Montag mit. Mit dem Journalisten säßen die Vorsitzende der Türkischen Menschenrechtsstiftung und ein Cumhuriyet-Kolumnist auf der Anklagebank.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen wegen der Teilnahme an einer Solidaritätsaktion für die pro-kurdische Zeitung Özgür Gündem "Propaganda für eine terroristische Organisation" vor. "Erol Önderoglu sollte für seinen mutigen Einsatz belohnt und nicht verfolgt werden. Die hohe Zahl der Verhaftungen und Medienschließungen zeigen, wie wichtig sein Kampf für Presse- und Meinungsfreiheit in der Türkei ist", erklärte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr.

"Gerade vor dem umstrittenen Referendum braucht die Türkei eine pluralistische Medienlandschaft und unabhängige Journalisten, die die Bevölkerung umfassend informieren." Nach Angaben der Organisation hätten mehr als 50 Menschen von Mai bis August 2016 an der Solidaritätsaktion für Ozgür Gündem teilgenommen: 38 von ihnen stünden derzeit vor Gericht, 13 seien bereits verurteilt worden.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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