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Scharfe Töne gegen Kandidaten Tajani im EU-Parlament

Archivmeldung vom 13.01.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.01.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Antonio Tajani
Antonio Tajani

Foto: Zil
Lizenz: CC-BY-2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Vor der Wahl des neuen EU-Parlamentspräsidenten am Dienstag verschärfen führende Europapolitiker den Ton gegen Antonio Tajani, den Kandidaten der Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP). "Tajani hat alle denkbaren Stigmata", sagte der Vizefraktionschef der Sozialdemokraten Udo Bullmann dem "Spiegel". Für alle "Nicht-Hardliner" sei der Mann "eine Provokation".

Die Chefin der Europäischen Grünen Monica Frassoni kritisierte die enge Verbindung Tajanis zu Italiens ehemaligem Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi. "Er war immer ein beinharter Vertreter von Berlusconis Geschäftsinteressen im Europäischen Parlament", sagte sie.

Selbst unter Tajanis Parteifreunden in der EVP gibt es Zweifel, ob ein Kandidat wie Tajani, der für seine Wahl möglicherweise auf die Stimmen rechtsextremer Parteien wie dem Front National angewiesen ist, der richtige Mann sei.

"Es ist unverantwortlich, wenn in dieser Krisenzeit in Europa die Extremisten zum Zünglein an der Waage werden", sagte Karl-Heinz Florenz (CDU). Die parteilose italienische Abgeordnete Barbara Spinelli hat keinen Zweifel, dass ihr Landsmann auf die Stimmen der Rechten setzt. "Tajani ist ein Opportunist", sagte sie. "Ihm geht es um die Macht, da ist er flexibel."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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