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Ehemaliger Präsident der Europäischen Kommission ermutigt EU zur Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens mit der Ukraine

Archivmeldung vom 19.06.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.06.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Romano Prodi Bild: Roosewelt Pinheiro/ABr / de.wikipedia.org
Romano Prodi Bild: Roosewelt Pinheiro/ABr / de.wikipedia.org

Der ehemalige Präsident der Europäischen Kommission Romano Prodi rief die EU dazu auf, die Annäherung der Ukraine an Europa voranzutreiben, da dies seiner Einschätzung nach die weitere Entwicklung der Ukraine fördert. Diese Ansicht brachte er in einem Gastbeitrag zur Financial Times unter dem Titel "EU and Ukraine Must Build a Bridge Between East and West" (EU und Ukraine müssen eine Brücke zwischen Ost und West bauen) zum Ausdruck.

Darin wies der italienische Politiker auf die 46 Millionen gut ausgebildeten Arbeitnehmer in der Ukraine, das hohe Exportpotenzial des Landes und seinen vielversprechenden Agrarsektor hin. Diese Faktoren könnten dazu beitragen, Europa angesichts wirtschaftlicher Stagnation und Turbulenzen neu zu beleben.

Prodi erwähnte auch die Unterzeichnung des Memorandums über eine engere Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und der Zollunion im Mai 2013 und betonte, dass der richtige Moment gekommen sei, die Beziehungen zwischen der Ukraine und Europa zu stärken.

Dabei wies er besonders darauf hin, dass sich der politischen Führung in Europa hier eine einzigartige Gelegenheit bietet. "Es ist selten, dass sich internationalen Spitzenpolitikern die Chance bietet, ein idealistisches Ziel mit pragmatischen Mitteln zu erreichen und ehrgeizige Träume mit staatsmännischer Sorgfalt zu vereinbaren", schreibt er.

In seinem über 700 Wörter langen Artikel hob Prodi die Schritte hervor, die Kiew unternimmt, um auf der internationalen Bühne aktiver und verantwortungsvoller aufzutreten. Das osteuropäische Land habe seine Atomwaffen abgeschafft und kooperiere aktiv mit den Vereinten Nationen und der NATO, kommentiert er.

Im März 2012 entsorgte die Ukraine ihre letzten Bestände an hochangereichertem Uran. Ausserdem ist die Ukraine derzeit im Rahmen des 12-jährigen Projekts "Partnerschaft für den Frieden" der NATO mit der Entsorgung von 133.000 Tonnen überschüssiger Munition beschäftigt. Das 2006 begonnene Projekt erreichte im April 2012 seine zweite Phase mit Schwerpunkt auf der Zerstörung konventioneller Waffen und Kleinwaffen sowie von drei Millionen Landminen vom Typ PFM-1.

Im Juni 2013 gab die Ukraine ihre Absicht bekannt, von 2016-2017 nicht-ständiges Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen werden zu wollen. Das Land war bereits von 1948-1949 sowie 2001 nicht-ständiges Mitglied dieses Rates.

Die Ukraine leistet durch ihre internationalen Friedensmissionen auch weiterhin einen erheblichen Beitrag zum Weltfrieden. Seit 1992 nahmen etwa 37.000 Angehörige der ukrainischen Armee an internationalen Friedensmissionen in Europa, dem Nahen Osten, Afrika und im mittelamerikanischen Guatemala teil. Die Ukraine beteiligt sich noch immer an Friedensmissionen in Afghanistan, dem Kongo, Côte d'Ivoire, dem Kosovo, Transnistrien und dem Südsudan.

Das Land hofft, das Assoziierungsabkommen mit der EU im November 2013 beim Gipfeltreffen der Östlichen Partnerschaft in Wilna unterzeichnen zu können.

Quelle: Worldwide News Ukraine (ots)

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