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Hasselfeldt: "Genfer Abkommen so aktuell wie vor 70 Jahren" - 2018 starben 155 humanitäre Helfer im Einsatz

Archivmeldung vom 10.08.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.08.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Red Cross poster from the First World War.
Red Cross poster from the First World War.

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, hat die Bedeutung der Genfer Abkommen gewürdigt, die vor 70 Jahren am 12. August 1949 geschlossen wurden.

"Die Genfer Abkommen sind ein Meilenstein des humanitären Völkerrechts", sagte Hasselfeldt. Ziel sei, das Leiden der Menschen in bewaffneten Auseinandersetzungen so gering wie möglich zu halten. Diese Regeln müssten allerdings auch eingehalten werden, mahnte die DRK-Präsidentin an. "Es ist besorgniserregend, dass in vielen Konfliktgebieten das humanitäre Völkerrecht verletzt wird, indem Zivilpersonen, humanitäre Helfer oder Gesundheitseinrichtungen angegriffen werden", erklärte Hasselfeldt. Allein im vergangenen Jahr seien weltweit 155 humanitäre Helfer im Einsatz getötet worden. Besonders problematisch sei die Situation in Syrien, im Südsudan und in Afghanistan.

Die vier Genfer Abkommen von 1949 sind für sämtliche Staaten verbindlich. Sie schützen insbesondere verwundete, kranke oder gefangene Soldaten und Zivilpersonen. Auch auf neue Entwicklungen und Situationen wie etwa den Einsatz von Drohnen oder Cyberkriegsführung kann das humanitäre Völkerrecht angewendet werden. "Die Aktualität der Genfer Abkommen ist heute nicht geringer als vor 70 Jahren", unterstrich Hasselfeldt. Das Emblem des Roten Kreuzes und des Roten Halbmondes diene den weltweit mehr als 14 Millionen haupt- und ehrenamtlichen Helfern dieser Organisationen als Schutzzeichen in bewaffneten Konflikten.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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