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Marokko strebt Ökostromexport nach Europa an

Archivmeldung vom 18.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Moroccan Agency for Solar Energy: Solar powered well in Rhamna, near Marrakech
Moroccan Agency for Solar Energy: Solar powered well in Rhamna, near Marrakech

Foto: L. Mahin
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Schon in wenigen Jahren könnte nach Angaben hochrangiger marokkanischer Behördenvertreter in Marokko produzierter Ökostrom nach Europa fließen. Dank eines Seekabels, das Marokko mit dem europäischen Festland verbindet, deckt Marokko derzeit etwa 15 Prozent seines Bedarfs mit Strom aus Spanien ab: "In drei, vier oder fünf Jahren könnte der Strom in entgegengesetzte Richtung fließen", sagte Mustapha Bakkoury, der Geschäftsführer der für den Solarstromausbau zuständigen Behörde MASEN (Moroccan Agency for Solar Energy), der F.A.Z..

Marokko treibt den Ausbau der erneuerbaren Energien stark voran. Mitte Oktober soll in Ouarzazate, einer Stadt am Rande der Wüste, der erste Teil eines der größten Solarkraftwerke der Welt ans Netz gehen. Im Jahr 2020 sollen dann Solar-, Wind- und Wasserkraftanlagen laut Ausbauplan 42 Prozent der gesamten im Land vorhandenen Stromkapazität ausmachen. "Schon bald können auch die Europäer etwas davon haben", sagte Bakkoury.

An der Finanzierung der Ökostromanlagen ist die deutsche Förderbank KfW in Form zinsvergünstigter Kredite beteiligt. Auch KfW-Vertreter halten laut F.A.Z. einen Stromexport von Marokko nach Europa in einigen Jahren für ein realistisches Szenario.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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