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Bedford-Strohm: Europa darf nicht "Signalwort für die Korrektur der Menschenrechtsstandards nach unten" werden

Freigeschaltet am 15.09.2020 um 06:44 durch Andre Ott
Heinrich Bedford-Strohm, Angela Merkel und Barak Obama (2017) (Symbolbild)
Heinrich Bedford-Strohm, Angela Merkel und Barak Obama (2017) (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Der Vorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschland, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, hat einen dringlichen Appell für das Einhalten von Menschenrechten in Europa gesendet.

"Es kann nicht sein, dass das Wort ,Europa', nicht mehr länger das Signalwort für eine Friedensversion ist, in deren Zentrum die Menschenrechte stehen, sondern zum Signalwort für die Korrektur der Menschenrechtsstandards nach unten wird", sagte Bedford-Strohm der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Seit Jahren verfolge die Öffentlichkeit die unhaltbaren Zustände in den griechischen Lagern, auch die Kirchen hätten immer wieder auf den tiefen Widerspruch der Zustände dort zu den christlichen Gundorientierungen hingewiesen. Der EKD-Ratsvorsitzende betonte: "Spätestens die Brandkatastrophe von Moria muss jetzt ein Weckruf für alle sein, dem humanitären Anspruch Europas gerecht zu werden." Deshalb müsse jetzt endlich die Aufnahmebereitschaft so vieler Städte und Kommunen in Europa genutzt werden, so dass so viele Menschen wie möglich aus der unhaltbaren Situation auf den griechischen Inseln in andere Ländern Europas gebracht werden könnten. "Griechenland darf nicht alleingelassen werden. Alle müssen jetzt zusammen helfen, dass Europa wieder ein Signalwort für Humanität werden kann."

Quelle: Rheinische Post (ots)


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