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Putsch in Myanmar: Lambsdorff fordert Sanktionen

Archivmeldung vom 01.02.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.02.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Alexander Sebastian Léonce Freiherr von der Wenge Graf Lambsdorff (2020)
Alexander Sebastian Léonce Freiherr von der Wenge Graf Lambsdorff (2020)

Foto: Superbass
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der FDP-Außenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff fordert nach dem Putsch in Myanmar Sanktionen und ein deutliches Zeichen an das Militär in dem asiatischen Land.

"Die Europäische Union muss nun zurück zur Situation, die wir sie 2012 hatten, und das bedeutet: Der Zugang zum europäischen Markt für Produkte aus Myanmar muss wieder blockiert werden, gerade für Erdöl", sagte Lambsdorff der "Heilbronner Stimme".

Die Lage dort müsse auch Deutschland Sorgen machen, "weil Indien und China sich hier kreuzende geostrategische Interessen haben", so Lambsdorff. Es sei kaum vorstellbar, dass das Militär in Myanmar ohne Rückendeckung aus Peking handelt. Der Militärputsch in Myanmar sei ein schwerer Rückschlag für das bitterarme Land. "Ich war 2015 als Leiter der Wahlbeobachtung der Europäischen Union dort und habe in Gesprächen mit Aung San Suu Kyi, dem jetzigen Militärmachthaber General Min Aung Hlaing und zahlreichen Kandidaten tiefe Eindrücke gewinnen können. Das Land ging zwar in die richtige Richtung, aber der Geburtsfehler auf dem Weg zur Demokratie war, dass das Militär 25 Prozent der Parlamentssitze für sich reserviert hatte und alle Schlüsselministerien besetzen darf, in denen Menschen Waffen tragen dürfen", sagte Lambsdorff.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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