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EU-Kommissionsvize Katainen: Meisterbrief bleibt erhalten

Archivmeldung vom 21.03.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.03.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Ein Meisterbrief aus dem Jahr 1926, ausgestellt von der Berliner Handwerkskammer
Ein Meisterbrief aus dem Jahr 1926, ausgestellt von der Berliner Handwerkskammer

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

EU-Kommissionsvize Jyrki Katainen wehrt sich gegen den Vorwurf der Bundesregierung und des deutschen Handwerks, die EU-Kommission wolle den Meisterbrief oder das duale Ausbildungssystem im Handwerk aushöhlen. "Der Meisterbrief und das duale Ausbildungssystem werden nicht angetastet", sagte Katainen dem "Handelsblatt". Er räumte ein, dass es diesbezüglich "Missverständnisse" gegeben habe, die ausgeräumt werden müssten. Zuvor hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) die Kommission explizit gewarnt, den Meisterbrief infrage zu stellen.

Die deutsche Kritik entzündet sich an einem Maßnahmenpaket zur Dienstleistungsfreiheit, das die Kommission im Januar vorgelegt hatte. Es sieht unter anderem vor, ein neues elektronisches Anmeldetool, die sogenannte "ecard", für Dienstleistungsanbieter in der EU einzuführen. Die "ecard" betrifft allerdings nur bestimmte freie Berufe und die Bauwirtschaft, nicht jedoch das Handwerk.

Katainen lobte explizit die duale Berufsausbildung in Deutschland. "Sie funktioniert sehr gut und führt dazu, dass die Arbeitslosigkeit in Deutschland sehr niedrig ist. Es gibt keinen Grund, daran etwas zu ändern", sagte der Finne. Die EU-Kommission wolle an den deutschen Zulassungsregeln für Handwerksberufe nicht rütteln. "In Deutschland geäußerte Sorgen darüber sind nicht gerechtfertigt", sagte Katainen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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