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Hongkonger Aktivist kritisiert Steinmeier für Schreiben an China

Archivmeldung vom 04.10.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.10.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Joshua Wong (2017)
Joshua Wong (2017)

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Hongkonger Aktivist Joshua Wong hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier scharf für dessen Schreiben an China kritisiert. "Es ist ein schwerer Fehler und eine große Enttäuschung für uns, dass ausgerechnet der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier es nicht für nötig erachtet, in seinem Glückwunschschreiben an China zum 70. Jahrestag der Volksrepublik auf die Situation in Hongkong aufmerksam zu machen", sagte Wong der "Bild-Zeitung".

Während China das Militär zur Schau stelle, sei "in Hongkong erstmals ein Demonstrant mit scharfer Munition niedergeschossen" worden, so der Hongkonger Aktivist weiter. Steinmeier hatte in dem Schreiben Menschenrechte nur in einem Nebensatz erwähnt. Fraglich sei, wie ein "deutscher Präsident in so einer Situation nicht über Hongkong sprechen" könne, sagte Wong. "Und wie ist es möglich, dass in dem Schreiben an China Menschenrechte generell in nur wenigen Worten abgehandelt werden? Liegt es an den deutschen wirtschaftlichen Interessen?", so der Hongkonger Aktivist. Man würde sich wünschen, dass Steinmeier "die Menschenrechtsverletzungen und das, was in Hongkong passiert", ernst nehme, "so wie es Außenminister Heiko Maas vorbildlich getan hat, als wir uns in Berlin über die Situation austauschen konnten", sagte Wong der "Bild-Zeitung".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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