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10. Panzerdivision übt mit NATO-Partnern an russischer Grenze

Freigeschaltet am 09.06.2021 um 15:54 durch Sanjo Babić
Ausbreitung der Nato und des Westens ...
Ausbreitung der Nato und des Westens ...

Bild: Unbekannt / Eigenes Werk

In einer multinationalen, computerunterstützten Simulation machen sich Divisions- und Brigadestäbe mit 670 Soldatinnen und Soldaten fit für den Ernstfall. Zum Auftakt werden 120 Fahrzeuge in Tauberbischofsheim, Bodenwöhr und Marienberg verladen, um sie mit vier Zügen nach Litauen zu bringen.

Es ist eine klasse Herausforderung: Die multinationale Übung "Schneller Degen 21", bei der die 10. Panzerdivision aus dem unterfränkischen Veitshöchheim übt, sich einer fiktiven Bedrohung an der Ostflanke der NATO entgegenstellt, wurde inmitten der Corona-Pandemie geplant und wird unter Einhaltung strenger Hygiene- und Quarantänebestimmungen umgesetzt. Das Übungsszenario im Baltikum geht davon aus, dass der fiktive Staat "Bothnia" von Norden her die Verbündeten im Baltikum bedrohe. Deshalb wird die 10. Panzerdivision zusammen mit litauischen, US-amerikanischen und niederländischen Partnern in diesem Raum eingesetzt.

"Schneller Degen 21" ist die erste Stabsrahmenübung der 10. Panzerdivision mit Gefechtsständen im Ausland. Kein leichtes Unterfangen, aber auch eine Verpflichtung für die "Zehnte": Mit der Übung setzt sie das klare Signal, dass die Bundeswehr auch in schwierigen Zeiten an der Seite der NATO-Verbündeten steht und demonstriert damit die Bedeutung der Bündnissolidarität aus der Sicht Deutschlands.

Für den Aufbau der Gefechtsstände und Führungseinrichtungen müssen rund 1.000 Tonnen Material mit dem Zug und auf der Straße ins Baltikum gebracht werden. Für die zweiwöchige Kernphase der Übung Mitte bis Ende Juli laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Das Material des Veitshöchheimer Divisionsstabes wird bereits am kommenden Wochenende, Samstag und Sonntag, verladen: Bahnverladung in Tauberbischofsheim, ab Samstag, 12. Juni 2021, 11.30 Uhr an der Verladerampe im Industriegebiet Nord.

In Litauen werden Operationszentralen aufgebaut, die - ausgestattet mit dem neuen digitalen Führungsinformationssystem "SitaWare" - die simulierte Truppe führen. Im Gefechtssimulationszentrum des Heeres in Wildflecken (Rhön) ist die andere Hälfte der Übungsorganisation stationiert. Dort wird die Simulationstechnik betrieben. Die Bataillonskommandeure erhalten von den in Litauen eingesetzten Brigadestäben ihre fiktiven Aufträge und führen diese in der Simulation aus. Es werden deshalb weder Kampffahrzeuge noch Truppe im echten Gelände eingesetzt. Dies schont Material und Umwelt.

Im NATO-Mitgliedsstaat Litauen werden im Juli insgesamt 670 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr gemeinsam mit einem litauischen Brigadestab üben. Die Soldaten gehören den Stäben der 10. Panzerdivision (Veitshöchheim), der Panzerbrigade 12 "Oberpfalz" (Cham) und der Panzergrenadierbrigade 37 "Freistaat Sachsen" (Frankenberg/Sachsen), der Gebirgsjägerbrigade 23 "Bayern" (Bad Reichenhall) sowie der litauischen mechanisierten Infanteriebrigade "Eiserner Wolf" aus Rukla an. An der Übung nehmen auch Soldaten aus den Niederlanden und den USA teil.

Die Stabs- und Fernmeldekompanie der Division bringt am frühen Morgen 34 Fahrzeuggespanne mit Anhängern und Containern von Veitshöchheim über die A 81 zur Verladung nach Tauberbischofsheim. Je ein Zug wird aus Tauberbischofsheim, Bodenwöhr (Oberpfalz) und aus Marienberg (Sachsen) nach Litauen rollen. Ein zusätzlicher Containerzug mit rund 100 Containern wird von Tauberbischofsheim in Marsch gesetzt. Weitere elf Container werden auf der Straße ins Baltikum gebracht. Parallel dazu fliegt im Juni ein Vorkommando mit 300 Soldaten nach Litauen. Die Hauptkräfte sollen Mitte Juli folgen. Angesichts der Covid-19-Pandemie, die auch Litauen betrifft, werden bei den Transporten und während der Übung strenge Hygienemaßnahmen eingehalten.

Quelle: PIZ Heer (ots)


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