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Erdbeben Chile/Malteser Augenzeuge: Ein ganzes Dorf ist im Meer verschwunden

Archivmeldung vom 01.03.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.03.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

"Ich sah wie durch die Welle nur 45 Minuten nach dem Erdbeben ein ganzes Dorf im Meer verschwand," so berichtet ein Augenzeuge der Malteser aus Concepción. Malteser International steht in direktem Kontakt mit dem chilenischen Malteser Hilfsdienst "Auxilio Maltés" und prüft unterstützende Hilfsmaßnahmen.

Nach Einschätzung von dessen Experten wird die Soforthilfe zwar zu einem großen Teil durch die chilenischen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Strukturen gedeckt werden können, im nachfolgenden Wiederaufbau werden jedoch große Lücken auftauchen, die vor allem durch Nichtregierungsorganisationen gefüllt werden müssten. Hier stehen vor allem Kindergärten, Schulen, medizinische Zentren und Altenheime in den zu 95 Prozent zerstörten ärmeren Gebieten im Vordergrund. Die Malteser werden sich daher vor allem auf diese Aufgaben konzentrieren.

Malteser International hat zusammen mit dem lateinamerikanischen Netzwerk des Maltesrordens schon bei vielen Katastrophen auf dem Kontinent helfen können, zuletzt beim verheerenden Erdbeben in Peru und den Überschwemmungen in Mexiko im Jahr 2007. Die damals initiierten Trainingsmaßnahmen für Malteser Personal in der Humanitären Hilfe und im Katastrophenschutz zahlen sich nun aus. So stehen beispielsweise Helfer zur Verfügung, die in der weltweit anerkannten Qualitätsinitiative "Sphere" ausgebildet wurden.

Am Samstag 3.34 Uhr Ortszeit (8.34 Uhr MEZ) hatte ein Erdbeben der Stärke 8,8 auf der Richterskala die Küste vor Concepcion erschüttert. Derzeit geht man von mehr als 700 Todesopfern aus. Eine Tsunamiwarnung galt zunächst für den gesamten Pazifikraum. Präsidentin Michelle Bachelet erklärte, das Beben sei «eines der fünf stärksten» in der Geschichte des Landes, von dem etwa zwei Millionen Menschen betroffen seien.

Quelle: Malteser Hilfsdienst e.V.

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