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BKA-Präsident Münch warnt vor Krawallen bei G20-Gipfel

Archivmeldung vom 07.06.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.06.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Gelobt von Kanzlerin Merkel: Antifa Schläger im Einsatz (Symbolbild)
Gelobt von Kanzlerin Merkel: Antifa Schläger im Einsatz (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Angesichts des G20-Gipfels am 7. und 8. Juli in Hamburg warnt der Präsident des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, vor Krawallen und zieht dabei eine Parallele zur Eröffnung der Europäischen Zentralbank im März 2015, bei der Linksradikale rund 150 Polizisten verletzt und Sachschäden in Millionenhöhe angerichtet hatten. "Wir müssen davon ausgehen, dass ein erhebliches Klientel in Hamburg das Ziel haben wird, die Veranstaltung zu stören", sagte er der "Berliner Zeitung".

"Wir kennen ja die Ereignisse in der Vergangenheit, zum Beispiel in Frankfurt bei der Eröffnung der Europäischen Zentralbank. Und da sind Sie natürlich im vierstelligen Bereich von Personen, die wir zum gewaltbereiten und gewaltorientierten Klientel rechnen. Damit rechnen wir auch in Hamburg." Münch fügte hinzu: "Wir haben eine hohe Zahl an angemeldeten Demonstrationen mit einer hohen Zahl an Teilnehmern.

Es soll ja möglich sein, friedlich zu demonstrieren. Aber wir müssen auch mit einem hohen Störer-Potenzial rechnen. Das alles zusammen ist natürlich eine Herausforderung in einer Millionenstadt." Es gehe nicht allein darum, den Schutz der Veranstaltungen und Personen zu gewährleisten, sondern genauso darum, das normale Leben in der Stadt so weit wie möglich aufrecht zu erhalten. Darauf bereite sich Hamburg in Abstimmung mit den Bundesbehörden sehr intensiv vor. "Die legen es auf Gewalt an", berichtet das Blatt unter Berufung auf Sicherheitskreise.

"Für die ist es ein Erfolg, wenn es brennt." Hamburg selbst hat eine starke linksradikale Szene – ähnlich wie Berlin und Leipzig. Überdies wird international für das Treffen der 20 wichtigsten Industrienationen geworben. Experten erwarten anreisende Gewalttäter aus Italien, Frankreich und Skandinavien. Hinzu kommt, dass nicht bloß das Treffen selbst anzieht, sondern auch einzelne Teilnehmer wie US-Präsident Donald Trump, der russische Präsident Wladimir Putin oder sein türkischer Kollege Recep Tayyip Erdogan. Daneben leben viele Kurden in Hamburg, die sich gegen Erdogan wenden dürften. Und schließlich, so heißt es in den Sicherheitskreisen weiter, existiere ein Mobilisierungspotenzial bei Russlanddeutschen.

Diese folgen oft dem Einfluss russischer Medien. In der Summe beinhalte das alles ein erhebliches Eskalationspotenzial, das sich gegen das Treffen richten könnte. Denkbar sei zudem, dass unterschiedliche Protestgruppen aneinander geraten. Münch betonte: "Wir werden einen gut abgestimmten und personalintensiven Plan fahren, um die Sicherheit der Veranstaltung zu gewährleisten und dafür zu sorgen, dass es in Hamburg zu möglichst wenigen Störungen kommt."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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