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Asselborn: Nato nicht in Syrien-Konflikt hineinziehen

Archivmeldung vom 08.04.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.04.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Eine RIM-7 Sea Sparrow Rakete wird während einer Übung an Bord der USS Abraham Lincoln abgefeuert (Symbolbild)
Eine RIM-7 Sea Sparrow Rakete wird während einer Übung an Bord der USS Abraham Lincoln abgefeuert (Symbolbild)

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hat vor einem Einsatz der Nato in Syrien gewarnt. "Die Nato darf nach dem US-Luftangriff auf keinen Fall in den Syrien-Konflikt hineingezogen werden. Das wäre verheerend", sagte der Chefdiplomat des Nato-Partners Luxemburg der "Welt". Asselborn betonte, dass er eine solche Entwicklung zum jetzigen Zeitpunkt zwar nicht erwarte. "Aber die Frage könnte aufkommen. Syrien ist kein Einsatzort für die Nato."

Der Minister bezeichnete den Militärschlag als "Warnung" für das Regime in Damaskus, die "nachvollziehbar" sei. Asselborn sagte weiter: "Es war aus meiner Sicht ein spontaner militärischer Einsatz hinter dem keine Strategie seitens der US-Regierung steht. Problematisch an dem Angriff der USA auf eine Luftwaffenbasis der syrischen Armee ist aber, dass solche Einsätze völkerrechtlich nur mit einer Ermächtigung durch den UN-Sicherheitsrat erfolgen dürfen. Das war hier nicht der Fall."

Der US-Angriff werde ohne Folgen bleiben für den Syrien-Konflikt. Das Problem sei nur zu lösen, wenn Moskau und Washington begriffen, dass sie "diese Barbarei" beenden müssen. Darum könne das Treffen von US-Außenminister Tillerson mit seinem russischen Kollegen Lawrow in der kommenden Woche von "großer politischer Bedeutung" sein. "Ich hoffe, dass es stattfinden wird, und es einen Wendepunkt im Syrien-Konflikt einleitet", sagte Asselborn.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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