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Amnesty International wirft malischen Truppen Menschenrechtsverletzungen vor

Archivmeldung vom 01.02.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.02.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
amnesty international
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Die Organisation Amnesty International hat den malischen Regierungstruppen schwere Menschenrechtsverletzungen bei ihrem Vorrücken in den Norden des Landes vorgeworfen. In einem Bericht der nichtstaatlichen Organisation hieß es, dass malische Soldaten unrechtmäßig Hinrichtungen begangen hätten.

Auch die Islamisten hätten laut Amnesty Menschenrechte verletzt und beispielsweise Kindersoldaten rekrutiert. Bereits in der vergangenen Woche hatte es erste Gerüchte darüber gegeben, dass malische Regierungstruppen Angehörige der Tuareg sowie Araber hingerichtet hätten. So seien seit dem 10. Januar in der Stadt Sévaré mindestens elf Menschen exekutiert worden.

Die malischen Streitkräfte, die zusammen mit den Franzosen und weiteren Verbündeten aus Afrika gegen die Islamisten im Norden des Landes kämpfen, wiesen die Anschuldigungen zurück. Bundesaußenminister Guido Westerwelle forderte eine Aufklärung der Vorwürfe. "Racheakte oder Gewalt malischer Soldaten gegen Zivilisten oder ethnische Minderheiten wären in keiner Weise akzeptabel. Das würde auch Bemühungen um politischen Ausgleich in Mali untergraben", so der Außenminister.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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