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Koptischer Bischof für "Reform der religiösen Bildung" in Ägypten

Archivmeldung vom 11.04.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.04.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Das koptische Kreuz als Symbol der koptischen Kirche ist eine Abwandlung des Jerusalemkreuzes.
Das koptische Kreuz als Symbol der koptischen Kirche ist eine Abwandlung des Jerusalemkreuzes.

Von Sagredo - Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3653638

Der Bischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Anba Damian, hat eine "Reform der religiösen Bildung" in Ägypten gefordert. "Junge Muslime müssen von klein auf Milde lernen, damit sie später nicht den Radikalen folgen", sagte Damian der "Welt". "Kein Mensch wird als Gewalttäter geboren, sondern als Ebenbild Gottes. Die jungen Muslime benötigen vernünftige Lehre, die ihre Friedfertigkeit schult - in den Schulbüchern, den Moscheen und auch auf der Azhar-Universität."

Die Muslimbruderschaft in Ägypten sieht er in ideologischer Nähe zur Miliz "Islamischer Staat". "Die Terrorgruppe hat dasselbe Ziel wie Salafisten und Muslimbruderschaften. Sie alle eint mehr, als sie trennt", sagte der Bischof. Besonders jetzt müssten die Christen leiden, "weil wir uns für Präsident al-Sisi stark gemacht haben. Die Muslimbrüder machen uns verantwortlich für den Sturz Mursis. Das hat ihre Aggression verstärkt."

Die in Ägypten entstandene muslimische Strömung sei auch hierzulande stark. "Deutschland ist eine Hochburg der Muslimbruderschaft und der Salafisten, etwa in Düsseldorf, Köln und Berlin sind die radikalen Muslime schon sehr mächtig", sagte Bischof Damian. Dennoch können die nach seinen Angaben 12.000 Kopten hierzulande "sicher leben". Nach dem Anschlag am Palmsonntag rechnet der Bischof nicht mit einer starken Auswanderung aus Ägypten.

Das Ziel der Kopten sei nicht, ihr Land zu verlassen, "der Boden Ägyptens ist gesättigt mit dem Blut der Märtyrer. Dort sind unsere Heiligtümer, Klöster, Kirchen und Denkmäler, deswegen motivieren wir niemanden zur Ausreise. Stattdessen raten wir den Geschwistern, ihre Leben dort so gut wie möglich zu führen und ihre Rechte zu verbessern, dass sie ihr Leben in Ägypten aushalten können."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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