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Manfred Weber (CSU) sieht "keine Brexit-Lösung ohne Schaden"

Archivmeldung vom 16.01.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.01.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Manfred Weber (2016)
Manfred Weber (2016)

Foto: J. Patrick Fischer
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Nach der Entscheidung im britischen Unterhaus am Dienstagabend ist Manfred Weber (CSU), der Vorsitzende der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, pessimistisch was eine baldige Lösung des Brexits angeht. "Eines muss allen klar sein: Ein Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union - so wie es die Briten eben beschlossen haben - führt zu Schaden für beide Seiten", so Weber am Mittwoch im ARD Mittagsmagazin. "Es gibt keine Lösung, die nicht Schaden verursacht."

Die Debatte zum Brexit sei heute im Europäischen Parlament mit Nachdenklichkeit, aber auch Entschiedenheit geführt worden. "Wir Europäer sind nicht bereit unsere Prinzipien, für die wir stehen, alle aufzugeben, nur um einen Deal zu bekommen", mahnte Weber. "Klar ist: Der Ball liegt in London."

Doch für ihn sei nicht vorhersehbar, was in Großbritannien als nächstes passiert. "London ist in schwierigen politischen Turbulenzen, in einer chaotischen Situation - das ist unser Problem."

Nachverhandlungen lehnte er ab: "Wir können über politische Vereinbarungen reden, aber der rechtlich bindende Text liegt auf dem Tisch. Das müssen die Briten auch verstehen." Nach dem gestrigen Votum glaubt er, dass ein ungeordneter Austritt Großbritanniens wahrscheinlicher denn je sei.

Quelle: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) (ots)

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