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DIHK-Präsident: Autozölle-Ultimatum weitere Eskalationsstufe

Archivmeldung vom 18.05.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.05.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Eric Schweitzer (2017)
Eric Schweitzer (2017)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, kritisiert die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Auto-Importe als Bedrohung der nationalen Sicherheit einzustufen. "Das Autozölle-Ultimatum bedeutet eine weitere Eskalationsstufe", sagte Schweitzer dem "Handelsblatt".

Trump hatte seinen Handelsbeauftragten angewiesen, binnen 180 Tagen eine Vereinbarung mit der EU und Japan zur Begrenzung der Auto-Einfuhren zu treffen. Schweitzer warnte die EU davor, sich in den anstehenden Verhandlungen auf Importbeschränkungen einzulassen, die nicht mit den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) vereinbar sind: Für Deutschland und Europa seien offene Märkte und die multilateralen Handelsregeln zentral. "Wir sollten die WTO deshalb stärken in schwierigen Zeiten und sie nicht schwächen durch ein Abkommen, das klar den Regeln widerspricht," so der DIHK-Präsident. Auto-Zölle in Höhe von 25 Prozent würden Deutschland nach DIHK-Berechnungen zwar rund sechs Milliarden Euro kosten und die Automobilindustrie in einer schwierigen Zeit treffen, sagte Schweitzer. Die von Trump angebotene Alternative sei aber noch schlechter: "Temporärer Aufschub von Strafzöllen als Gegenleistung für Importkontingente wäre für die deutschen Unternehmen perspektivisch ein Verlustgeschäft", sagte der DIHK-Präsident.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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