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RWI-Chef erwartet nach US-Wahl Fortsetzung des Handelsstreits und Konjunkturprogramm

Archivmeldung vom 04.11.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.11.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Großmächte: Vereinigte Staaten von Amerika (VSA/USA), Europäische Union (EU), Russische Föderation (Russland) und China
Großmächte: Vereinigte Staaten von Amerika (VSA/USA), Europäische Union (EU), Russische Föderation (Russland) und China

Bild: Eigenes Werk /OTT

Der frühere Chef der Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, erwartet unabhängig vom Ausgang der US-Wahl eine Fortsetzung des Handelsstreits. "Beide Kandidaten wollen US-Interessen international durchsetzen. Bei einem Wahlsieg Bidens würden die bestehenden Handelskonflikte daher nicht beigelegt werden", sagte Schmidt der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Eine Rückkehr zur unipolaren Welt werde es nicht geben. Zugleich erwartet Schmidt, der Präsident des RWI Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung ist, ein Konjunkturprogramm: "Unabhängig vom Ausgang der Wahl wird es sehr wahrscheinlich ein Konjunkturprogramm geben, vor allem, um die nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit zu senken." Davon würden kurzfristig auch deutsche Firmen profitieren. Die Pipeline Nordstream 2 werde aber in jedem Fall blockiert: "Wer auch immer gewinnt, wird die amerikanischen Interessen vertreten und die Fertigstellung des Ausbaus von Nordstream verhindern wollen, um stattdessen vermehrt amerikanisches Flüssiggas in Europa verkaufen zu können", sagte Schmidt.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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