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US-Regierung macht nun Trump für Abzugschaos in Afghanistan verantwortlich

Archivmeldung vom 17.08.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.08.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Bild: Screenshot Youtube
Bild: Screenshot Youtube

Ein Vertreter der Biden-Administration hat beanstandet, beim Einzug ins Weiße Haus keinen ausgearbeiteten Plan für den Abzug des amerikanischen Personals aus Afghanistan vorgefunden zu haben. Damit macht die derzeitige US-Regierung den ehemaligen Präsidenten Trump für das gegenwärtige Chaos in Kabul verantwortlich. Dies berichtet das russische online Magazin „SNA News“ .

Weiter ist auf deren deutschen Webseite dazu folgendes zu lesen: "An dem Tag, an dem man ins Weiße Haus eingezogen sei, habe man feststellen müssen, dass dort kein Plan für den Abzug des amerikanischen Personals aus Afghanistan vorhanden sei, erklärte ein Sicherheitsberater von US-Präsident Biden laut dem Portal „Axios“. „Als wir am 20. Januar kamen, fanden wir leere Schubladen vor. Ein Plan für die Evakuierung des Botschaftspersonals ist für uns nicht hinterlegt worden. Die Regale waren sozusagen leer.“

Am Sonntag hatte Trump seinen Nachfolger Biden wegen der Lage in Afghanistan zum Rücktritt „in Schande“ aufgefordert. „Was Joe Biden mit Afghanistan gemacht hat, ist legendär. Es wird als eine der größten Niederlagen in die amerikanische Geschichte eingehen!“, kritisierte der ehemalige US-Präsident.

Die Taliban* hatten am Sonntag die Hauptstadt Kabul erreicht. Die islamistischen Kämpfer sind seit dem Abzug der Nato-Truppen aus Afghanistan landesweit auf dem Vormarsch. Die afghanische Regierung hat sich zur Machtübergabe bereiterklärt, Präsident Aschraf Ghani floh ins Ausland und gestand in einer Facebook-Botschaft die Niederlage gegen die Taliban ein.

Die USA, Deutschland und weitere westliche Staaten haben ihre Botschaften in Kabul übereilt räumen und das Botschaftspersonal hastig evakuieren müssen. Am Flughafen Kabul kam es zum Tumult. Mehrere Menschen versuchten mit allen Mitteln, das Land zu verlassen. Einige klammerten sich an ein startendes Transportflugzeug der US-Armee. Inzwischen ist von mindestens zehn Toten infolge der chaotischen Zustände die Rede.

Nach einer Vereinbarung der Trump-Regierung mit den Taliban vom letzten Jahr sollte der Abzug der Nato-Truppen schrittweise erfolgen. Präsident Biden setzte jedoch den 31. August als Endtermin für den Truppenabzug an. Parallel zu den USA zogen auch die anderen Nato-Truppen aus Afghanistan ab, darunter die Bundeswehr."

*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Belarus) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.

Quelle: SNA News (Deutschland)


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