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Inez Kipfer-Didavi: "Das humanitäre System ist überfordert"

Archivmeldung vom 23.05.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.05.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO e.V.)
Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO e.V.)

Lizenz: CC0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Mit dem Weltgipfel für Humanitäre Hilfe am 23. und 24. Mai in Istanbul wollen die Vereinten Nationen die Flüchtlingskrise in den Griff bekommen, die sie als "größte humanitäre Krise" der vergangenen Jahrzehnte ansehen. "Das humanitäre System ist nicht am Ende, aber deutlich überfordert. Der Bedarf an humanitärer Hilfe hat sich in den vergangenen Jahren vervierfacht, die Hilfe selbst konnte nur verdoppelt werden", sagt Inez Kipfer-Didavi der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland".

Kipfer-Didavi ist Vorstandsmitglied des Verbandes Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) und koordiniert in Istanbul die Positionen von 35 deutschen Hilfsorganisationen: "Für uns als humanitäre Hilfsorganisationen ist der dritte Kernbereich sehr wichtig: Niemanden zurückzulassen, der unsere Hilfe braucht. Uns geht es darum, die Betroffenen in den Mittelpunkt zu stellen. Wir sollten die Hilfe an ihren Bedürfnissen und Prioritäten ausrichten und ihnen keine Hilfe überstülpen, damit sich ihr Leben grundlegend verbessert, wie es der vierte Kernbereich anstrebt." Kritisch sieht sie die Rolle der deutschen Bundesregierung: "Wir vom Verband VENRO fordern seit Langem eine stärkere Kohärenz zwischen den unterschiedlichen Ministerien. Wir sind der Auffassung, dass die Globalisierung in ihrer derzeitigen Form fehlgeleitet ist. Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit zu leisten reicht nicht aus, um den Menschen in Krisenregionen und im Globalen Süden generell eine Perspektive auf ein würdiges Leben zu geben." Hier sei gerechter Welthandel gefragt, eine andere Agrarpolitik, die nicht durch Dumpingexporte im Süden Märkte und Existenzen zerstöre, aber sicher auch eine schärfere Beschränkung bei den Waffenexporten, so Kipfer-Didavi. Und mit Blick auf die deutsche Regierung sagte sie: "Zentral für Handel- und Agrarpolitik ist die EU-Ebene, dort muss Berlin auf entsprechende Weichenstellung drängen."

Quelle: neues deutschland (ots)

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