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MH17-Absturz: Moskauer Außenamt zweifelt an Kompetenz der Ermittler

Archivmeldung vom 10.09.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.09.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Flugverlauf von MH17 und SQ351 um 12:55–13:27 UTC mit Luftraum-Sperrzonen
Flugverlauf von MH17 und SQ351 um 12:55–13:27 UTC mit Luftraum-Sperrzonen

Foto: PM3
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Mehr als ein Jahr nach dem Absturz der Passagiermaschine in der Ost-Ukraine hat das russische Außenministerium die Kompetenz der niederländischen Ermittler in Zweifel gezogen. Dies meldet die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik" auf ihrer Webseite.

Weiter ist dort zu lesen: "Außenamtssprecherin Marija Sacharowa verwies am Donnerstag darauf, dass die Ermittler nicht alle Wrackteile von der Absturzstelle abgeholt und die einschlägige Kritik aus Russland „ohne weiteres zurückgewiesen“ hätten.

Dieser Umstand lasse Zweifel an der Kompetenz der Ermittler und an der Qualität der Ermittlung aufkommen, sagte Sacharowa. Sie bezeichnete es als erstaunlich, dass die niederländischen Untersuchungsführer sich weigern, das von russischen Kollegen gesammelte Material zu der Katastrophe zu prüfen.

Die Boeing 777 der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH17 war am 17. Juli 2014 im umkämpften ostukrainischen Gebiet Donezk abgestürzt. Alle 298 Insassen kamen ums Leben. Die ukrainische Regierung in Kiew und die bewaffneten Milizen im Donbass, die sich in der Region heftige Gefechte lieferten, warfen sich gegenseitig vor, den Jet abgeschossen zu haben.

Ein internationales Ermittlerteam unter der Führung der Niederlande will im Oktober 2015 die genaue Absturzursache nennen. Parallel versuchen Staatsanwälte aus der Ukraine, den Niederlanden, Belgien, Australien und Malaysia zu klären, wer an der Katastrophe schuld ist.

Unterdessen bringen westliche Medien, aber auch Offizielle, immer wieder Vermutungen in Umlauf, dass die Schuld bei den Aufständischen liegen könnte. Beweise wurden aber nie vorgelegt. Moskau fordert Fakten statt "Hetze". Vor diesem Hintergrund regten die fünf ermittelnden Staaten die Etablierung eines UN-Tribunals an. Nach Angaben der ukrainischen Regierung sollen die Schuldigen im Geheimen ermittelt und vor ein internationales Tribunal gestellt werden.

Russland lehnt ein UN-Tribunal ab. Moskau befürchtet, dass ein neues Tribunal ebenso wie einst der Gerichtshof für Ex-Jugoslawien „politisiert und ineffizient“ vorgehen und Washington nach dem Munde reden würde. Zudem verweist Russland darauf, dass die MH17-Katastrophe das Ergebnis einer Kriminaltat und keine Bedrohung für den Weltfrieden sei."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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