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Bernd Lucke (LKR): Die EU-Kommission soll auf wirkungslose Maßnahmen verzichten und sich auf Wichtiges konzentrieren

Archivmeldung vom 27.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Plenary session in Brussels - week 46 2014 / Bild: "obs/LKR - Die Eurokritiker/Aurore Belot"
Plenary session in Brussels - week 46 2014 / Bild: "obs/LKR - Die Eurokritiker/Aurore Belot"

Prof. Bernd Lucke (LKR) fordert die Abschaffung der Ungleichgewichtsprozedur. "Diese Prozedur gibt es jetzt seit acht Jahren, ohne jemals irgendeine Wirkung entfaltet zu haben" stellt Lucke fest. "Die Überwachung der Mitgliedsstaaten kostet viel Geld und Zeit, die augenscheinlich völlig wirkungslos vertan wird".

Die EU-Kommission hat heute erneut eine lange Liste von Ländern mit Ungleichgewichten bekanntgegeben. Lucke kritisiert: "Obwohl teilweise schwerwiegende Probleme festgestellt wurden, passiert nichts. Selbst Länder wie Italien, Griechenland und Zypern, bei denen sogar exzessive Ungleichgewichte festgestellt wurden, müssen bestenfalls ein spezifisches Monitoring befürchten. Es glaubt wohl niemand, dass dieses Mal nennenswerte Konsequenzen oder gar finanzielle Sanktionen drohen".

Lucke fordert die Kommission auf, die EU zu verschlanken und künftig auf Dinge zu verzichten, die völlig wirkungslos sind: "Die Kommission soll sich stattdessen auf die Einhaltung der Maastricht-Kriterien konzentrieren (60% Schuldenstand und max. 3% Neuverschuldung) und den Fiskalpakt konsequent umsetzen". Schon hier ist unverständlich, dass sie das italienische Defizit von 2,04% genehmigt hat. Eigentlich wäre Italien nach dem Fiskalpakt verpflichtet gewesen, seine Schulden reduzieren zu müssen, also einen Haushaltsüberschuss zu erwirtschaften. "Alles andere ist Makulatur".

Quelle: LKR - Die Eurokritiker (ots)

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