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Öl-Allianz OPEC+ erhöht Mengen moderat, Russische Ölförderung läuft weiter auf hohem Niveau

Archivmeldung vom 01.07.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.07.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
OPEC-Zentrale in Wien
OPEC-Zentrale in Wien

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

OPEC Plus bleibt seiner Linie treu und will die Ölproduktion im August nur moderat erhöhen. Die Benzinpreise haben in letzter Zeit weltweit Rekordhöhe erreicht. Erstmals kostete eine Gallone fünf Dollar, bevor die Preise in den letzten Tagen wieder etwas fielen, da die Angst vor einer Rezession wächst. Dies berichtet das Magazin "RT DE".

Weiter berichtet RT DE: "Die Öl-Allianz OPEC+ beschloss am Donnerstag, die Menge der Rohölproduktion anzuheben, was aber wahrscheinlich wenig dazu beitragen wird, die hohen Benzinpreise an der Zapfsäule zu reduzieren und die kletternde Inflation, die die Weltwirtschaft plagt, abzuschwächen. Das Kartell aus mehr als 20 Staaten werde im August die Förderung um 648.000 Barrel (ein Barrel umfasst 159 Liter) pro Tag erhöhen, teilte die OPEC Plus nach ihrem monatlichen Online-Treffen am Donnerstag in Wien mit.

Die OPEC+, zu der auch Russland gehört, bestätigte damit die Entscheidung ihres letzten Treffens, ohne hingegen eine weitere Erhöhung der Fördermenge zu fordern. Statt der zusätzlichen 430.000 Barrel, die im Juni in den Markt gepumpt wurden, beschoss OPEC+ vor gut vier Wochen, die Tagesproduktion im Juli und August um jeweils rund 648.000 Barrel zu steigern. Die moderate Erhöhung der Produktion wurde weitgehend als Geste des OPEC-Hauptakteurs Saudi-Arabien an US-Präsident Joe Biden gewertet, der kurz darauf die erste Reise im Rahmen seiner Präsidentschaft in das Königreich plante. Bei dem Staatsbesuch soll die Ölförderung im nächsten Monat voraussichtlich ein Thema sein. Biden, der zu Hause unter politischem Druck steht, hat bereits die ölproduzierenden Länder aufgefordert, mehr Öl in den Markt zu pumpen. 

Die Benzinpreise haben in letzter Zeit weltweit schmerzhafte Höhen erreicht. Erstmals kostete eine Gallone fünf Dollar, bevor die Preise in den letzten Tagen wieder etwas fielen, da die Angst vor einer Rezession wächst. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur fiel auch die Produktion der OPEC+ im Mai um 2,8 Millionen Barrel pro Tag unter das vereinbarte Niveau. Die Produktionsvereinbarung gibt allerdings den Nachzüglern bis Ende des Jahres Zeit, ihre Quoten nachzuholen.

Die russische Ölförderung läuft trotz der westlichen Sanktionen nach Einschätzung von Experten weiter auf hohem Niveau. Auf dem Markt machen sich zugleich Zweifel breit, wie viel freie Kapazität die Saudis oder die VAE überhaupt selbst haben, um die russische Ölproduktion zu ersetzen. 

Journalisten haben am Rande des G7-Gipfels ein informelles Gespräch zwischen dem US-amerikanischen Präsidenten Joe Biden und dem französischen Staatschef Emmanuel Macron aufgezeichnet. Im Video erzählte Macron Biden, dass er mit Muhammad bin Zayid, dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, gesprochen hätte: Dieser habe ihm erklärt, dass "die Produktionskapazitäten von Öl gegenwärtig vollkommen ausgeschöpft sind."

Der Ukraine-Konflikt wiederum trägt zu den hohen Ölpreisen bei, die weltweit die Inflation anheizen. Auf einem Gipfeltreffen der G7 in dieser Woche drängten die USA auf eine Preisobergrenze für russisches Öl, um Moskaus Einnahmen aus dem Verkauf zu begrenzen.

Während die EU ab Ende des Jahres auf einen Großteil des russischen Öls verzichten will, haben Länder wie China und Indien dessen Einfuhr deutlich erhöht. Moskau bietet sein Öl mit einem Preisabschlag von rund 25 bis 30 Prozent zur Ölsorte Brent an. Russische Rohstoffhändler sollen inzwischen von den Abnehmern in Asien auch andere Währungen akzeptieren. Die Öl-Politik wird bei der anstehenden Nahost-Reise von US-Präsident Joe Biden eine wichtige Rolle spielen. Biden wird Mitte Juli Israel, das Westjordanland und Saudi-Arabien besuchen.

Quelle: RT DE

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