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Zahl der Asylbewerber in der EU steigt um 15 Prozent

Archivmeldung vom 11.06.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.06.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Einwanderer (Symbolbild): Auf dem Bild sind ca. 50.000 Menschen zu sehen.
Einwanderer (Symbolbild): Auf dem Bild sind ca. 50.000 Menschen zu sehen.

Bild: Eigenes Werk /OTT

Die Zahl der Asylbewerber in der EU steigt in diesem Jahr wieder deutlich an. Von Januar bis einschließlich April haben rund 206.500 Menschen erstmals einen Asylantrag in der Europäischen Union gestellt, 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Das berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf neue Zahlen der EU, die auf Basis von monatlichen Frühwarn-Meldungen der Mitgliedstaaten erstellt wurden. Damit sich dürfte sich nach einem mehrjährigen Rückgang der Asylbewerber-Zahlen in diesem Jahr der Trend umkehren; 2018 war die Zahl der Asylbewerber in der EU noch um elf Prozent zurückgegangen. Ein Grund für die Entwicklung: Immer mehr Asylbewerber reisen über reguläre Wege und visafrei in die Union ein, vor allem aus Lateinamerika und den Westbalkan-Staaten.

In diesem Jahr bis Ende April stammte schon gut jeder vierte Asylantrag von Staatsangehörigen eines Landes, dessen Bürger ohne Visum in die EU-Schengenzone einreisen dürfen - 2018 war der Anteil bereits auf ein Fünftel gestiegen. So erhöhte sich in den ersten vier Monaten 2019 die Zahl der visafrei eingereisten Asylbewerber aus dem krisengeschüttelten Venezuela im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 121 Prozent auf 14.257, die aus Kolumbien um 156 Prozent auf 8.097. Venezuela ist inzwischen nach Syrien (20 392 erstmalige Asylanträge, ein Minus von 8 Prozent) das Hauptherkunftsland von Asylbewerbern in der Europäischen Union. Auf Platz drei liegt Afghanistan: Nach den neuen Daten stellten 14.042 Afghanen erstmals einen Asylantrag, 36 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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