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SOS schlägt Alarm: Lage im Gazastreifen verschlechtert sich zusehends

Archivmeldung vom 03.06.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.06.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Doris Oppertshäuser
Familien stehen im Gazastreifen oft vor dem Nichts. / Bild: "obs/SOS-Kinderdörfer weltweit/Hermann-Gmeiner-Fonds/Shady Alassar"
Familien stehen im Gazastreifen oft vor dem Nichts. / Bild: "obs/SOS-Kinderdörfer weltweit/Hermann-Gmeiner-Fonds/Shady Alassar"

Während die Welt auf Krisenherde wie Syrien und die Ukraine blickt, erreicht die Not der Menschen im Gazastreifen nahezu unbeachtet ein neues Ausmaß. Immer häufiger wollen verzweifelte Eltern ihre Kinder im SOS-Kinderdorf Rafah abgeben, da sie nicht einmal mehr für ausreichende Nahrung sorgen können.

Angst, Gewalt und Armut prägen das Leben der Menschen im Gazastreifen. Der über Jahrzehnte andauernde Konflikt hat den kleinen Landstrich am Mittelmeer stark mitgenommen: Viele Häuser sind zerstört, Familien leben in Ruinen ohne Trinkwasser und Sanitäranlagen. Rund ein Drittel der Menschen ist arbeitslos. Der Bevölkerungsanteil, der unterhalb der Armutsgrenze lebt, liegt bei fast 40 Prozent. Mehr als die Hälfte der Familien im Gazastreifen kann ihre Kinder nicht ausreichend ernähren.

"Die Situation ist dramatisch", erklärte Louay Yassin, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit mit Sitz in München am Dienstag. "Immer häufiger bitten verzweifelte Eltern die Mitarbeiter im SOS-Kinderdorf Rafah, ihre Kinder aufzunehmen." Das sei allerdings keine Lösung der Misere. "Unser Ansatz ist es, die Familien zu unterstützen, damit sie zusammenbleiben können", sagte Yassin. Derzeit unterstützt die Organisation rund 1.000 Not leidende Familien mit Nahrung und Medikamenten.

Die Lage in der Region hat sich unter anderem zugespitzt, weil die offiziellen Übergänge in den Gazastreifen nur selten geöffnet sind, sodass nicht genug lebenswichtige Güter hineinkommen. Auch die meisten Schmugglertunnel zwischen Ägypten und dem Gazastreifen, über die Dinge des täglichen Bedarfs in den Landstrich kamen, sind seit Mitte vergangenen Jahres geschlossen. "Besonders dramatisch ist der Mangel an Treibstoff, der immens wichtig für die öffentliche Stromversorgung ist. Manche Gemeinden sind täglich bis zu 16 Stunden ohne Strom", teilte Yassin mit. "Die Folgen: Medizinische Geräte in Krankenhäusern funktionieren nicht, elektrische Brunnen zur Wasserversorgung von Feldern arbeiten nicht, öffentliche Dienstleitungen wie Kläranlagen sind betroffen."

Quelle: SOS-Kinderdörfer weltweit/Hermann-Gmeiner-Fonds (ots)

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