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DRK-Präsident: Gefahr durch Ebola noch nicht gebannt

Archivmeldung vom 17.01.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.01.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Ebola: Researchers looking at slides of cultures of cells that make monoclonal antibodies. These are grown in a lab and the researchers are analyzing the products to select the most promising of them.
Ebola: Researchers looking at slides of cultures of cells that make monoclonal antibodies. These are grown in a lab and the researchers are analyzing the products to select the most promising of them.

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Rudolf Seiters, sieht die Gefahr durch Ebola noch nicht gebannt. In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Seiters, die Zahl der Neuinfektionen sei zwar vor allem in Liberia drastisch zurückgegangen. Die massive Hilfe im Kampf gegen die Seuche wirke. Aber für eine Entwarnung sei es zu früh, solange es noch Erkrankungen gebe und "das Ziel von null Neuinfektionen" nicht erreicht sei, sagte Seiters. Das Rote Kreuz sei in Sierra Leone und Liberia auf einen Einsatz mindestens bis Mitte des Jahres vorbereitet.

Der DRK-Präsident warnte vor Panik, dass an Ebola erkrankte Helfer die Seuche in ihre Heimatländer bringen könnten. Für jene, die vom Einsatz in Westafrika zurückkehren, gebe es eine umfassende Betreuung, um das Risiko zu minimieren. Von der geplanten Ebola-Konferenz der EU erwartet Seiters "konkrete Ergebnisse". Es gehe um Strategien, aber auch um Finanzhilfe. Das ohnehin schwache Gesundheitssystem in Westafrika sei durch die Ebola-Epidemie praktisch zusammengebrochen, beklagte der DRK-Präsident. In vielen Krankenhäusern sei ein Normalbetrieb nicht mehr möglich, weil zum Beispiel Personal fehle. Viele regionale Helfer - insgesamt fast 500 - sind nach Angaben von Seiters an Ebola gestorben. Die Strukturen müssten wieder aufgebaut werden, damit auch andere Krankheiten wie Malaria effektiv behandelt werden könnten.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind weltweit mindestens 21.200 Menschen an Ebola erkrankt, 8.444 starben.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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