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Taxonomie für Gas- und Atomkraftwerke 530 Milliarden Euro schwer

Archivmeldung vom 14.02.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.02.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Größenvergleich: Das sind 1 Billion (=1.000 Milliarden) Euro in 100 Euro Scheinen. Zu sehen sind doppel Europaletten voll mit 100 Euro Scheinen. Ein durchschnittlicher Arbeiter müßte 92 Millionen Jahre arbeiten um dies verdienen zu können.
Größenvergleich: Das sind 1 Billion (=1.000 Milliarden) Euro in 100 Euro Scheinen. Zu sehen sind doppel Europaletten voll mit 100 Euro Scheinen. Ein durchschnittlicher Arbeiter müßte 92 Millionen Jahre arbeiten um dies verdienen zu können.

Bild: Eigenes Werk /OTT

Die Ausweitung der sogenannten EU-Taxonomie auf Atom- und Gaskraftwerke hat weitreichende Folgen für den Finanzmarkt. Laut einer Schätzung der Umweltorganisation Greenpeace für den "Spiegel" können dadurch schon jetzt geplante AKW- und Erdgas-Projekte im Wert von bis zu 530 Milliarden Euro zu nachhaltigen Investitionen erklärt werden.

Berücksichtige man alle Reparaturen an bestehenden Atomreaktoren zwecks Laufzeitverlängerung und alle geplanten Konstruktionen neuer Reaktoren der Generation III+ und EPR, und gehe man davon aus, dass solche Projekte oft teurer würden als geplant, dann kämen allein bei den AKW rund 506 Milliarden Euro an möglichen "grünen" Investitionen zusammen, schreibt Greenpeace. Bei den geplanten Gaskraftwerken fallen laut der Umweltorganisation momentan Investitionen von bis zu 18,85 Milliarden Euro unter die Taxonomie.

Beziehe man Polen mit ein, das vermutlich bald ebenfalls die Voraussetzungen für die Taxonomie erfülle, kämen noch einmal 4,4 Milliarden Euro hinzu. Die Greenpeace-Zahlen sind die erste Schätzung überhaupt zum finanziellen Ausmaß der Taxonomie. Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat sich nach "Spiegel"-Informationen ebenfalls die Frage gestellt, welche Summen unter die neue EU-Regelung fallen. Doch ihre Expertinnen und Experten haben ihr keine entsprechenden Berechnungen vorgelegt. Die genaue Größe der Taxonomie ließe sich kaum bestimmen, hieß es zur Begründung. Zu viele Faktoren und Unsicherheiten flössen in solche Berechnungen mit ein.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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