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EZB-Präsidentin verteidigt 750-Milliarden-Euro-Geldspritze

Archivmeldung vom 20.03.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.03.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Christine Lagarde  (2018)
Christine Lagarde (2018)

Foto: Urheber
Lizenz: CC BY 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist in der aktuellen Coronakrise zu entschlossenem Handeln bereit. "Wir werden innerhalb unseres Mandats alles tun, was erforderlich ist, um den Euroraum in dieser Krise zu unterstützen", schreibt EZB-Präsidentin Christine Lagarde in einem Gastbeitrag im "Handelsblatt".

Angesichts der Probleme erwartet die Notenbankchefin einen erheblichen Rückgang der Wirtschaftsleistung im Währungsraum. Ein Großteil der Wirtschaft sei "vorübergehend lahmgelegt". Die aktuelle Situation gefährde Arbeitsplätze und bedrohe die Existenz von Firmen. Die Pandemie sei ein "extrem gravierender wirtschaftlicher Schock, der eine ambitionierte, koordinierte und sofortige Reaktion der Politik an allen Fronten" erfordere.

Neben gesundheits- und finanzpolitischen Maßnahmen spielt dabei laut Lagarde auch die Geldpolitik eine zentrale Rolle. Sie müsse den Finanzsektor mit Liquidität versorgen und günstige Finanzierungsbedingungen für die Wirtschaft sicherstellen. In der Nacht auf Donnerstag hatte die EZB weitreichende Maßnahmen zur weiteren Stützung der Wirtschaft im Euroraum beschlossen. Unter anderem stockt sie ihre Wertpapierkäufe um 750 Milliarden Euro auf. Die beschlossenen Instrumente passen laut Lagarde zu der Art des wirtschaftlichen Schocks. Damit sollten Verzerrungen bei der Kreditbepreisung verhindert werden. Außerdem seien die Instrumente so gestaltet, dass die EZB auf veränderte Umstände reagieren könne. Die Notenbank werde "sicherstellen, dass alle Sektoren der Volkswirtschaft von den günstigen Finanzierungsbedingungen profitieren können, die es ihnen ermöglichen, diesen Schock zu verkraften".

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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