Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Weltgeschehen Herrmann lehnt Aufnahme von Flüchtlingen aus Libyen ab

Herrmann lehnt Aufnahme von Flüchtlingen aus Libyen ab

Archivmeldung vom 15.07.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.07.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Joachim Herrmann (2017)
Joachim Herrmann (2017)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Nach der Debatte über Klima-Flüchtlinge hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) die Forderungen von Kapitänin Carola Rackete zur Aufnahme afrikanischer Flüchtlinge zurückgewiesen.

"Mit ihrer Forderung, sämtliche in Libyen gestrandeten Flüchtlinge aus Afrika nach Europa zu schicken, schießt Frau Rackete weit über das Ziel hinaus. Ich lehne das klar ab. Bei allem Verständnis für die Aufnahme von in Seenot geratenen Flüchtlingen: Wir können nicht eine halbe Million Wirtschaftsflüchtlinge oder solche, die aus Armut nach Europa kommen, ohne weiteres bei uns aufnehmen", sagte Herrmann der "Bild".

Zur Begründung verwies der CSU-Politiker unter anderem auf die geringen Schutzquoten für afrikanische Flüchtlinge. "Die Anerkennungsquote für Flüchtlinge aus Afrika betrug im ersten Halbjahr 2019 nicht einmal 20 Prozent bundesweit. Das heißt mehr als 80 Prozent afrikanischer Flüchtlinge, die bei uns um Asyl bitten, haben keine Chance auf Anerkennung und ein dauerhaftes Bleiberecht in unserem Land", so Herrmann. Er plädiert für die nachhaltige Bekämpfung der Fluchtursachen in den Herkunftsländern der Flüchtlinge. "Der richtige Weg ist: Europa muss Afrika helfen und nicht Millionen Flüchtlinge aus Afrika in Europa aufnehmen. Wir müssen die Armut und den Hunger in Afrika bekämpfen, aber nicht tausenden von Menschen eine vergebliche Hoffnung auf ein besseres Leben in Europa machen", sagte Herrmann.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


Anzeige: