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Gabriel will Schuldenerleichterungen für Griechenland

Archivmeldung vom 22.05.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.05.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Jorma Bork / pixelio.de
Bild: Jorma Bork / pixelio.de

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) fordert eine konkrete Zusage über Schuldenerleichterungen für Griechenland. Er stellt sich damit gegen die bisherige Position von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). "Immer wieder ist Griechenland eine Schuldenerleichterung versprochen worden, wenn die Reformen durchgeführt werden", sagte Gabriel am Sonntag der "Süddeutschen Zeitung".

"Jetzt müssen wir zu diesem Versprechen stehen." Laut Gabriel sind der Internationale Währungsfonds (IWF) und eine Mehrheit der Euro-Gruppe dazu bereit. "Jetzt darf das nicht am deutschen Widerstand scheitern." An diesem Montag treffen sich die Finanzminister der Euro-Zone zunächst, um über die Freigabe einer weiteren Hilfszahlung in Höhe von sieben Milliarden Euro aus dem derzeit laufenden Rettungspaket zu beraten.

Die Voraussetzungen dafür hat das griechische Parlament vergangene Woche durch die Verabschiedung eines weiteren Sparpakets im Umfang von fast fünf Milliarden Euro geschaffen, das ab 2019 wirksam werden soll. Es sieht Rentenkürzungen und höhere Steuern vor, auch Geringverdiener sind davon betroffen. Gegen den Beschluss hatte es in Athen heftige Proteste gegeben.

Die griechische Regierung setzt aber zugleich darauf, dass in den nächsten Wochen mit den Gläubigern eine umfassende Regelung getroffen werden kann, die auch Schuldenerleichterungen beinhaltet. Das Bundesfinanzministerium lehnt das bisher offenkundig ab. Zuletzt hatte die Bild-Zeitung am Samstag berichtet, Deutschland sei gegen längere Kredit-Laufzeiten und die Übernahme von Darlehen des Internationalen Währungsfonds durch den Euro-Rettungsschirm ESM.

Aus dem Finanzministerium habe es geheißen: "Solche wie auch andere Schuldenmaßnahmen stehen nicht an." Gabriel wirbt nun für die griechische Position: "Ich bin sicher, dass auch das Bundesfinanzministerium an einer Lösung interessiert ist und daran arbeitet." An diesem Montag müsse "die politische Blockade aufgelöst werden", so der Außenminister. "Die Bürger in Griechenland haben große soziale Kürzungen ertragen. Dagegen waren die Maßnahmen der Sozialreformen der Agenda 2010 in Deutschland ein laues Sommerlüftchen".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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