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EKD-Vorsitzender Nikolaus Schneider sieht Unglück von Lampedusa als "Schande für Europa"

Archivmeldung vom 05.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Nikolaus Schneider Bild: Joyborg at de.wikipedia
Nikolaus Schneider Bild: Joyborg at de.wikipedia

Der Vorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands, Nikolaus Schneider, hat das Flüchtlingsdrama vor Lampedusa scharf verurteilt. "Das Unglück vor Lampedusa ist eine Schande für Europa", sagte Schneider der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".

"Wir müssen dringend unsere Hilfe verstärken und die Lasten fair verteilen", sagte er. Die europäische Küstenwache müsse die Verpflichtung bekommen, Flüchtlinge in Seenot zu retten. "Sonst droht Europa seine Seele zu verlieren."

EU-Kommissarin fordert: Deutschland muss mehr Flüchtlinge aufnehmen

Nach der Flüchtlingstragödie vor der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa fordert EU-Kommissarin Viviane Reding die EU-Staaten auf, mehr Solidarität mit Ländern an den EU-Außengrenzen zu zeigen. Auch Deutschland müsse mehr tun. "Wenn der Flüchtlingszustrom weiter so anhält, genügt es auf Dauer sicherlich nicht, wenn Deutschland, wie im Falle Syriens nur 5000 Flüchtlinge aufnimmt", sagte die Luxemburgerin der "Rheinischen Post". Staaten mit EU-Außengrenzen wie Italien, Griechenland oder Malta trügen eine große Last. Derzeit müssen Flüchtlinge dort Asyl beantragen, wo sie erstmals europäischen Boden betreten. "In der EU brauchen wir langfristig eine Lastenverteilung, die sich nach der Aufnahmekapazität der einzelnen Staaten bemisst", so die Vize-Präsidentin der Kommission. "Doch das scheitert bisher am Unwillen vieler Mitgliedsstaaten."

Quelle: Rheinische Post (ots)

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